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Die Zukunft von Mitchell Weiser beim SV Werder Bremen bleibt auch nach dem letzten Spieltag der Bundesliga-Saison eine der spannendsten Personalien an der Weser. Der Vertrag des 32-Jährigen läuft im Sommer aus, und noch immer gibt es keine finale Entscheidung darüber, ob der Rechtsverteidiger den Grün-Weißen erhalten bleibt. Wie Werders Vorsitzender der Geschäftsführung, Klaus Filbry, am Samstag am Rande der Partie gegen Borussia Dortmund am Sky-Mikrofon bestätigte, liegt dem Außenbahnspieler ein unterschriftsreifes Angebot der Bremer vor. „Mitch ist ein besonderer Mensch, ein toller Fußballer mit einem sehr interessanten Charakter, der gut zu uns passt“, erklärte der 58-jährige Klub-Boss wertschätzend. „Er hat alles vorliegen. Am Ende liegt es jetzt an ihm, ob er bleibt oder nicht.“ Trotz der Offerte des Vereins ziehen sich die Verhandlungen bereits seit Wochen hin. Einem Bericht der DeichStube zufolge soll es zwischen den Parteien zuletzt insbesondere bei der gewünschten Vertragslaufzeit sowie bei den finanziellen Vorstellungen noch spürbare Unterschiede gegeben haben. Werder hat sich nun offenbar bis an die eigene Schmerzgrenze bewegt – der Ball liege damit komplett im Feld des Spielers. Während das Werder-Präsidium um Filbry und Sportchef Clemens Fritz, dem der Boss zeitgleich eine Jobgarantie aussprach, auf Kontinuität hofft, müssen sich die Fans weiter gedulden. Ob Weiser das vorliegende Arbeitspapier zeitnah unterschreibt oder sich im Sommer einer neuen Herausforderung stellt, wird sich wohl erst in den kommenden Tagen zeigen.

Wie Sky Sport berichtet, soll Manuel Neuer bei der WM-Endrunde als Nummer eins eingeplant sein. Seine vorzeitige Auswechslung am letzten Bundesliga-Spieltag dürfte die für den 21. Mai angesetzte Kaderbekanntgabe nach aktuellen Erkenntnissen nicht gefährden. Beim 5:1-Sieg des FC Bayern gegen den 1. FC Köln verließ der Torhüter in der 59. Minute vorzeitig den Platz, nachdem er zuvor Probleme an der linken Wade signalisiert hatte. Für ihn kam Ersatzkeeper Jonas Urbig zum Einsatz. Laut einem Bericht der BILD ging Neuer im Anschluss in Begleitung von Mannschaftsarzt Prof. Dr. Peter Ueblacker in die Kabine, was mit Blick auf die anstehende Nominierung Fragen aufwirft. Der Schlussmann selbst gab nach dem Abpfiff im Rahmen der Meisterfeierlichkeiten jedoch Entwarnung und äußerte sich am Mikrofon zuversichtlich: „Für mich ist das heute kein Thema. Heute feiern wir die Meisterschaft, nächste Woche haben wir noch eine ganz wichtige Aufgabe im Pokal.“ Neuer ordnete die Maßnahme dementsprechend als reine „Vorsichtsmaßnahme“ ein. Die Bayern bestreiten nach der WM-Nominierung das DFB-Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart. Ob die Wadenprobleme bis dahin tatsächlich abgeklungen sind, muss sich noch zeigen.

Nach dem feststehenden Abstieg des FC St. Pauli in die 2. Bundesliga rückt die Zukunftsfrage von Cheftrainer Alexander Blessin in den Fokus. Nachdem bereits vor einigen Tagen Medienberichte über eine mögliche Trennung im Sommer auftauchten, ließ der 52-Jährige seine persönliche Situation im Interview bei DAZN offen. Der Coach wirkte nach der verpassten Rettung emotional sichtlich mitgenommen. Obwohl Blessin am Millerntor noch ein gültiges Arbeitspapier bis 2027 besitzt, scheinen die kommenden Tage völlig ergebnisoffen zu sein. Fest steht, dass zeitnah eine umfassende Saisonanalyse mit Sportchef Andreas Bornemann ansteht. Der intensive Abstiegskampf der vergangenen Monate hat beim Trainer jedenfalls Spuren hinterlassen. Am Mikrofon gab Blessin nach der Partie einen ehrlichen Einblick in seine aktuelle Gefühlswelt: „Es ist jetzt erstmal eine absolute Leere in meinem Schädel und ich werde morgen, übermorgen mal Gespräche mit Andreas führen. Dann schauen wir einfach weiter. Wenn du halt zweimal hintereinander im Abstiegskampf drin bist und immer wieder versuchst, neue Energie zu entfachen, dann du bist irgendwann mal leer. Deswegen werde ich das ein paar Tage sacken lassen, um irgendwann einen klaren Gedanken zu haben. Das wird wichtig sein.“ Ob diese Erschöpfung nun tatsächlich in einen vorzeitigen Abschied mündet oder Blessin den anstehenden Neuaufbau im Unterhaus entgegen den Erwartungen selbst moderieren wird, bleibt abzuwarten. Die Verantwortlichen der Kiezkicker dürften jedenfalls bestrebt sein, zeitnah Klarheit auf der wichtigsten sportlichen Position zu schaffen, um die Planungen für die neue Saison voranzutreiben.

Bei seinem letzten Bundesliga-Spiel mit dem SV Werder Bremen ist Leonardo Bittencourt in der Nachspielzeit der Partie gegen Borussia Dortmund (0:2) für Romano Schmid eingewechselt worden. Es war Bittencourts erster Einsatz nach seiner Muskelverletzung, obwohl er zuvor nicht mit der Mannschaft trainieren konnte, um ihm einen gebührenden Abschied zu ermöglichen.

Wie erhofft, kehrt Tim Kleindienst im letzten Spiel von Borussia Mönchengladbach gegen die TSG Hoffenheim nach langanhaltenden Knieproblemen in den Kader zurück. Sein Trainer Eugen Polanski hatte unter der Woche einen Einsatz seines Angreifers im Verlaufe der Partie bereits in Erwägung gezogen, nachdem dieser sich im Training gut präsentiert hatte. Kleindienst kommt in dieser Bundesliga-Saison erst auf zwei Auftritt. Update: Nun sind es drei Einsätze. Fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit wurde der Torjäger für Philipp Sander einwechselt. Auf diese Weise, und sicherlich auch dank des 4:0-Erfolgserlebnisses an diesem Nachmittag, nimmt Kleindienst noch mal ein gutes Gefühl mit in die Sommerpause.

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