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Etwas überraschend hat Adil Aouchiche am vergangenen Bundesliga-Spieltag zum ersten Mal in dieser Saison in der Startelf des FC Schalke 04 gefehlt und auch recht wenig Spielzeit bekommen. Die Begründung war jedoch relativ simpel und einleuchtend. Fürs kommende Wochenende stellt sich die Situation des Algeriers wieder anders dar. Aouchiche war vor dem 1:2 gegen Freiburg schlichtweg zu spät zurück von der Nationalmannschaft, und das nach einer „anstrengenden Länderspielperiode“. Mangels ausreichender Trainingszeit setzte Schalke-Trainer Miron Muslić auf frischere Kräfte und brachte den 24-Jährigen erst in der Schlussphase. Jetzt habe er aber eine „saubere Woche“ gehabt, konstatierte Schalkes Trainer. „Er ist frisch, motiviert und wir sind guter Dinge, dass er wieder besser performen kann“ – vermutlich wieder von Beginn an.

Manuel Baum ist kein Trainer, der sich in Zeiten, in denen es läuft, vor Änderungen in seinem Team scheut. Diesbezüglich fährt der Chefcoach des FC Augsburg eine glaubwürdige Linie. So stellt er trotz des erfolgreichen Spiels gegen Meister FC Bayern München (2:2) nun wieder Startelfanpassungen in Aussicht. „Wir müssen gerade ein bisschen puzzeln, wer startet und wer die Gamechanger sind, die reinkommen“, hielt Baum auf der Spieltagspressekonferenz am Donnerstag fest. „Es ist gerade schwierig, weil wir viele gute Spieler haben. Anton Kade ist wieder dabei. Fellhauer, Mert Kömür, Arijon Ibrahimović hat es gegen Bayern gut gemacht“, zählte er beispielhaft mit Blick aufs offensive Mittelfeld auf. Robin Fellhauer ist zudem neben Marius Wolf und Youngwoo Seol immer eine Überlegung für die rechte Schienenposition, auch wenn er dort in dieser Saison bisher nicht gestartet ist. Der kommende Gegner, die SV 07 Elversberg, erfordert im Vergleich zu den Münchenern eine andere Herangehensweise. „Elversberg ist sehr zielstrebig und spielt Bälle mehr in den Raum als in den Fuß“, während die Bayern in der Regel den Ball lieber in den Fuß haben wollen. Es gilt, dafür die beste Zusammenstellung zu finden. „Es kann schon sein, dass wir sogar auf ein paar Positionen tauschen werden, weil andere Sachen gefragt sind“, kündigte Baum an. Potenzielle Startelfrückkehrer stehen bereit Eine Änderung wäre beispielsweise eine Startelfrückkehr von Anton Kade, der vor seiner Verletzungspause in starker Verfassung und für den Moment unangefochten war. Seine Nominierung wäre ähnlich wenig überraschend wie die des nach Krankheit wieder genesenen Wolf. Und auch ein Startelfcomeback von Michael Gregoritsch würde nicht verwundern: Gerade seine Kopfballstärke könnte ein Argument für die in diesem Bereich verwundbaren Elversberger sein. Überraschender wäre da schon eine Versetzung von Fellhauer auf die Schiene, um auf der rechten Seite die eigenen Probleme besser in den Griff zu kriegen. Schließlich hat der 28-Jährige bis dato weiter vorne aus der offensiven Halbposition heraus zu überzeugen gewusst. „Mit Felle hätten wir noch einen dritten“, bestätigte Baum jedenfalls, dass Fellhauer neben Wolf und Seol grundsätzlich auch für die Schienenposition infrage kommt. Augsburgs Trainer wird mutmaßlich zumindest mal die Szenarien durchspielen.

Mateo Zelic erntet den Lohn für seine gute Entwicklung. Das 19-jährige Offensivtalent des SC Freiburg gehört im Conference-League-Heimspiel gegen den FK Jablonec zum Kader und ist damit zum ersten Mal bei den Profis dabei. Zelic durchlief mehrere Jugendjahrgänge beim SV Darmstadt, ehe es ihn 2025 in den Breisgau verschlug. Dort war er in dieser Saison in bisher neun Spielen fürs Regionalligateam im Einsatz. Die Ausbeute von zwei Toren und vier Vorlagen kann sich für den Linksaußen sehen lassen.

Rihito Yamamoto feiert an diesem Donnerstag einen kleinen Meilenstein beim SC Freiburg. Der japanische Neuzugang steht erstmals in einem Pflichtspiel der Profis im Kader. Im Conference-League-Heimspiel gegen den FK Jablonec sitzt der zentrale Mittelfeldspieler zunächst auf der Bank. Über Wochen, sogar Monate hinweg hatte Yamamoto zunächst hauptsächlich mit individueller Aufbauarbeit zu tun, nachdem sich körperliche Reaktionen auf den intensiven Fußball in Freiburg bemerkbar machten. Offensichtlich ist der 24-Jährige aber inzwischen allmählich bereit, auf hohem Niveau einzugreifen.

Der Hamburger SV steht nach dem Kreuzbandriss von Nicolai Remberg vor einer schwierigen Aufgabe. Der Stammspieler im defensiven Mittelfeld fällt langfristig aus und hinterlässt eine Lücke, für die Trainer Merlin Polzin vor dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (Samstag, 15:30 Uhr) noch nach der passenden Lösung sucht. Kofi Amoako könnte nach langer Anlaufzeit eine wichtige Rolle spielen, ist aber nicht die einzige Variante zur Kompensation. „Wir können Rambo nicht eins zu eins ersetzen. Wir werden es anders auffangen und entwickeln“, erklärte Polzin am Donnerstag. Der 21-jährige Amoako gehöre jedenfalls zu den Kandidaten, die für die Position infrage kommen. Eine Entscheidung über die Startelf-Besetzung will der Coach aber erst nach dem Abschlusstraining treffen. Amoako bringt passendes Sechserprofil mit Für Amoako spricht insbesondere seine Spielweise. „Er hat eine hohe Positionstreue, was in dieser zentralen Sechserposition für ihn spricht“, erläuterte Polzin. Der Youngster könne als Anker fungieren und die Mannschaftsteile miteinander verbinden. Auch beim Testspielsieg gegen Kopenhagen sowie nach seiner Einwechslung gegen Hoffenheim habe er positive Eindrücke hinterlassen. „Vielleicht ist das Momentum ein bisschen auf seiner Seite“, meinte der HSV-Coach. Allerdings gebe es auch Gründe für die bislang geringen Einsatzzeiten. Der Auftritt gegen Hoffenheim war zugleich die Saisonpremiere. In einigen Bereichen sei er mit Amoako noch nicht zufrieden. Dessen Bereitschaft, daran zu arbeiten, stimme ihn aber positiv: „Manchmal ist es so, dass du an den Herausforderungen wächst und vielleicht ist das bei ihm am Samstag schon der Fall.“ Capaldo hinten offenbar wertvoller Eine weitere Möglichkeit wäre Nicolás Capaldo, der die Sechserposition aus der Vergangenheit kennt. Allerdings hob Polzin dessen Bedeutung für die Dreierkette hervor. Gerade seine Dynamik und die starken Leistungen in der Abwehr, die ihn bis in die argentinische Nationalmannschaft gebracht hätten, wären Argumente für einen Verbleib in der Defensive. Auch Albert Sambi Lokonga (aktuell leicht angeschlagen), Rembergs kongenialer Partner und nach dessen Auswechslung gegen Hoffenheim in der defensiveren Rolle, und Bilal Nadir gehören prinzipiell zum Kreis der Alternativen. Selbst eine Systemumstellung schließt Polzin nicht aus. Miro Muheim hingegen dürfte für die unmittelbare Nachfolge auf der Sechs keine Rolle spielen. Der Schweizer überzeugte gegen Hoffenheim zwar in einer offensiveren Mittelfeldrolle, bringt laut Polzin aber weniger Erfahrung mit den Anforderungen an einen defensiven Sechser mit. Wenn überhaupt, wäre er also in einer anderen Konstellation und auf anderer Position gefragt. Es deutet sich durchaus an, dass Amoako seine Chance erhalten könnte. Bis zur endgültigen Aufstellungsbekanntgabe dürfte die Entscheidung aber ein Geheimnis bleiben.

Juri Knorr bricht nach einem Tritt in die Weichteile zusammen. Wenige Sekunden später steht er wieder und legt ein Tor auf.

Das Transfer-Chaos um Johannes Golla geht weiter: Seine Kündigung besteht nicht mehr. Die Verhandlungen laufen jedoch weiterhin.

Der THW Kiel verliert den Sieg im Nordderby in letzter Sekunde. Torwart Andreas Wolff wählt nach dem Spiel deutliche Worte – für die er nun wohl Konsequenzen zu tragen hat.

MT Melsungen kassiert beim HBC Nantes eine klare Niederlage. Das nächste Spiel wird damit zur Vorentscheidung ums Weiterkommen.

Der russische Angriffskrieg zehrt an den Kräften des ukrainischen Handballs. Die finanziellen Probleme werden größer, die Zukunft scheint ungewiss. Ein Funktionär fühlt sich "wie ein Bettler".