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Die Saison steht vor der Tür und es ist wieder an der Zeit, euch mit wirklich allen Infos zu versorgen. In unserem Video zeigt euch Bryan alles, was ihr über den FC Schalke 04 in der Saison 26/27 wissen müsst. Hier klicken, um zum Video zu gelangen! Im Video findet ihr Infos zu diesen Themen: • Ausgangslage nach der letzten Saison • Kaderveränderungen und Transfers • Kadertiefe, Schattenkader und Talente der Zukunft • Standardschützen • Fantasy-Picks: alle Topelf-Spieler eingeschätzt + bis zu drei zusätzliche Picks, die den Unterschied machen können. Welcher Saisonausgang ist für den FC Schalke 04 zu erwarten?

Beim Hamburger SV kommt es zum Abschied von Fabio Baldé. Wie BILD berichtet, wechselt der 21-jährige Offensivspieler zu RC Straßburg. Am Mittwochnachmittag machte sich Baldé bereits auf den Weg nach Frankreich. Für den Transfer soll der HSV eine Ablösesumme von gut 7 Millionen Euro erhalten. Hinzu kommen mögliche Bonuszahlungen. Damit erzielen die Hamburger für ihr Eigengewächs, dessen Vertrag noch bis 2029 läuft, eine beachtliche Einnahme. Baldé war in der vergangenen Bundesliga-Saison nur auf 440 Einsatzminuten gekommen und verbuchte dabei insgesamt je einen Treffer und eine Vorlage. In der laufenden Vorbereitung blieb der Flügelspieler ohne Einsatz. Ein Abschied hatte sich bereits in den vergangenen Tagen abgezeichnet. Baldé-Transfer erhöht Spielraum für den HSV Für Aufmerksamkeit sorgte Baldé dagegen im Juni beim Maurice-Revello-Turnier. Mit Portugals U20 gewann er den Wettbewerb und steuerte in vier Partien zwei Treffer bei. In Straßburg soll der schnelle und körperlich robuste Offensivmann nun ein neues Kapitel seiner Karriere aufschlagen. Durch die bevorstehende Einnahme vergrößert sich zugleich der finanzielle Handlungsspielraum des HSV. Sportdirektor Claus Costa möchte laut dem Bericht bis zum Ende der Transferperiode noch drei bis vier Verstärkungen für den Kader holen.

In diesem Top-Elf-Check richten wir den Fokus auf den FC Augsburg. Nach einer starken Rückrunde und Platz neun in der Bundesliga geht der FCA mit Manuel Baum auch in die nächste Saison als Cheftrainer. Der 46-Jährige hatte die Mannschaft im Dezember 2025 zunächst interimsweise übernommen und sich mit seinen Ergebnissen eine Vertragsverlängerung bis 2028 verdient. Nun erhält Baum eine vollständige Vorbereitung, um seine Spielidee weiter zu verankern. Personell zeichnen sich die größten Fragezeichen derzeit auf der linken Seite sowie in der offensiven Schaltzentrale ab. Dimitrios Giannoulis ist ist weg und sowohl um Mert Kömür als auch um Alexis Claude-Maurice halten sich seit Wochen Wechselgerüchte, sodass sich bis zum Ende des Transferfensters noch Veränderungen ergeben könnten. Chrislain Matsima stand auch vor einem Wechsel, was sich fürs Erste aber wieder erledigt hat. In der Abwehr hat der FCA dessen ungeachtet mit Calvin Brackelmann bereits gezielt für die linke Position nachgelegt. Auch wenn bis zum Ende des Transferfensters noch Bewegung in den Kader kommen dürfte, lautet unser Ansatz wie gewohnt: Wie sieht die stärkste Augsburger Elf aus, die aktuell in einem Topspiel zu erwarten wäre? Torwart: Zukunft des Stammkeepers noch offen Top-Elf: Finn Dahmen (28) Update: Dahmen ist beim FCA die unumstrittene Nummer eins und wird dies sportlich auch bleiben – vorausgesetzt, er verlängert sein aktuell bis 2027 laufendes Arbeitspapier. Trainer Manuel Baum schwärmte noch während der Saison in den höchsten Tönen von ihm: „Man hat in Leverkusen wieder gesehen, wie herausragend er ist und welche Stärken er hat. Er ist ein unfassbar schneller Torwart, technisch gut, beidfüßig.“ Konkrete Transfergerüchte um den Keeper sind bisher ausgeblieben. Eine Last-minute-Aktion kurz vor Ende der Wechselperiode ist nicht zu erwarten. An der Tür zum DFB-Team kratzend, würde sich Dahmen ohnehin zweimal überlegen, ob er nun das sichere Stammkeeper-Dasein aufgibt. Abwehr: Eine neue Kante für den Abwehrchef Rechter Innenverteidiger: Chrislain Matsima (24) Update: Matsima war nach seinem Wechsel zum FCA 2024 sofort unverzichtbar, ehe ihn in der vergangenen Saison eine langfristige Oberschenkelverletzung monatelang ausbremste. Erst an den letzten drei Spieltagen stand er wieder in der Startelf. Von dieser langen Zwangspause haben sich Interessenten jedoch nicht abhalten lassen, Transfervorstöße zu unternehmen. Und es deutete sich immer mehr an, dass Matsima Augsburg nun verlässt. Der sich anbahnende Wechsel zu Crystal Palace ist jedoch gescheitert. Der Vorgang zeigt, dass man bei dem Franzosen prinzipiell auf der Hut sein muss. Solange sich aber kein neuer Interessent auftut, ist von einem Verbleib und damit von einem Stammplatz im FCA-Team auszugehen. Zentraler Innenverteidiger: Jeffrey Gouweleeuw (35) | Alternative: Noahkai Banks (19) Update: Er ist der Kapitän, der absolute Routinier und das unumstrittene Herzstück der Augsburger Abwehrmitte. An der Leitfigur führt in Baums Defensivkonstrukt führte in der Vergangenheit kein Weg vorbei und das wird erst mal so bleiben. Wie lange der 35-Jährige sein Level auch körperlich halten kann, ist die Frage. Unterdessen scharrt mit Banks eines der größten Abwehrtalente des Klubs mit den Hufen. Der FCA hält große Stücke auf ihn und wird ihn weiter mit Einsatzzeiten versehen, könnte Banks mittel- bis langfristig sogar auch als Nachfolger von Gouweleeuw aufbauen. Die Konstellation mit Banks rechts und Matsima zentral ist außerdem problemlos umsetzbar. Für den Fall, dass Matsima doch noch geht, ist denkbar, dass Augsburg extern nachlegt, um den Konkurrenzkampf hochzuhalten. Linker Innenverteidiger: Calvin Brackelmann (26) | Alternative: Keven Schlotterbeck (29) Der Neuzugang von Aufsteiger Paderborn bringt exakt das Profil mit, das Baum für seine Hintermannschaft sucht. Sportdirektor Benjamin Weber, der Brackelmann einst schon nach Paderborn lotste, hält große Stücke auf den Linksfuß. Brackelmann ist der Prototyp einer modernen Abwehr-Kante: enorme Körpergröße gepaart mit einem herausragenden, progressiven Passspiel. Mit diesen Attributen dürfte er sich den Platz in der ersten Elf krallen. Nach dem Wechsel von Cédric Zesiger (28) herrscht beim anfänglichen Wechselkandidaten Keven Schlotterbeck (29) inzwischen ein anderer Tenor. Es wird vermutet, dass er tendenziell nun doch bleibt. Damit avanciert er zugleich zu einer ernsthaften Abwehr-Alternative. Mittelfeld & Schiene: Taktische Geniestreiche und ein offenes Loch Rechte Schiene: Robin Fellhauer (28) Bei seiner Verpflichtung von der SV Elversberg ging man eigentlich von einer Rolle im zentralen Mittelfeld aus. Dort kam Fellhauer zwar auch phasenweise zum Einsatz, fand über die Saison gesehen seine sportliche Heimat aber auf den Außenbahnen – vorzugsweise rechts. Der damalige Geschäftsführer Michael Ströll lag mit seiner Einschätzung goldrichtig: „Robin passt optimal zu unserem Anforderungsprofil: Er ist lauf- und zweikampfstark, flexibel einsetzbar und bringt zudem Offensivqualitäten mit.“ Fellhauer hat voll eingeschlagen und hat seinen Platz in der Startelf sicher. Defensives Mittelfeld: Han-Noah Massengo (25) Der 3-Millionen-Einkauf von Burnley hat sich schnell in der Stammelf festgebissen. Trainer Baum hob im Januar vor allem Massengos überragende Fähigkeiten in der „Raumkontrolle“ hervor: Der Franzose ist in der Lage, als alleiniger Sechser enorme Räume zwischen den Ketten im Alleingang zuzulaufen. Seine enorme Zweikampfstärke kommentierte der FCA-Coach damals augenzwinkernd mit der Frage, ob Massengo „nicht drei oder vier Beine“ habe. Da auch die Zukunft von Kristijan Jakić noch völlig offen ist, geht Massengo als gesetzter Sechser in die neue Saison. Defensives Mittelfeld: Fabian Rieder (24) Neben Massengo profitierte Rieder von einem echten taktischen Schachzug seines Trainers. Eigentlich im offensiven Halbraum beheimatet, zog Baum den Schweizer zurück in die Mittelfeldzentrale – ein voller Erfolg! „Mit Fabi ist es eine schöne Geschichte“, bilanzierte Baum. „Man holt ihn für eine Position und entwickelt dann gemeinsam eine Fantasie, ob es nicht eine gibt, die besser zu ihm passt. Seitdem er auf der Sechs spielt, blüht er fast schon auf.“ Auch Rieder selbst fühlt sich pudelwohl: „In der Mitte kann ich viel dirigieren und oft ins Pressing gehen. Ich mag es, wenn ich meine Mitspieler gut in Szene setzen kann.“ Mit einem langfristigen Vertrag bis 2030 ausgestattet, ist er im Zentrum der Fixpunkt. Linke Schiene: Hennes Behrens (21) Dimitrios Giannoulis hat den Verein verlassen. Mit der festen Verpflichtung von Hennes Behrens hat der FCA für dieses Szenario jedoch bereits vorgesorgt. Der Neuzugang dürfte Giannoulis' Platz auf der linken Schiene übernehmen, sodass Augsburg auf dieser Position aktuell keinen akuten Handlungsbedarf mehr haben sollte. Interne Alternativen wie Fellhauer oder Anton Kade erweitern die Optionen zusätzlich. Angriff: Die verwaiste Kreativzone Offensives Mittelfeld: Anton Kade (22) Selbst wenn Kade nicht auf der Schiene gebraucht wird, hat er seinen Platz im Team sicher. An den letzten sieben Spieltagen der Vorsaison spielte er sich im rechten offensiven Halbraum fest und stand jeweils in der Startformation. Er gehört zu den Augsburger Akteuren, denen man in der neuen Saison den ganz großen Durchbruch zutraut. Baum betonte bereits, dass er bezüglich Kades Flexibilität im Offensivbereich „viel Fantasie“ besitze. In unserer Top-Elf besetzt er vorerst die offensive Halbposition. Offensives Mittelfeld: Neuzugang | Alternativen: Mert Kömür (21), Alexis Claude-Maurice (28) Auf der anderen Zehner-Position tut eine Prognose aktuell richtig weh. Claude-Maurice war einer der wichtigsten Aktivposten der vergangenen Saison, doch bei einer Vertragslaufzeit bis 2027 und ausbleibenden Signalen für eine Verlängerung muss der FCA den 28-Jährigen in diesem Sommer verkaufen, um noch Kasse zu machen. Eigentlich stünde Top-Talent Kömür als Nachfolger bereit, der gerade zum Saisonende noch mal andeutete, was er kann. Doch an ihm baggert Borussia Dortmund extrem konkret – wie aus einem LigaInsider-Bericht aus dem April hervorging. Da bei beiden Spielern die Zeichen eher auf Abschied stehen, gehen wir hier Stand heute mit einem externen Neuzugang ins Rennen. Stürmer: Michael Gregoritsch (32) | Alternative: Rodrigo Ribeiro (21) Der FCA hat die Kaufoption für Gregoritsch gezogen und den Stürmer fest von Bröndby verpflichtet. Der 32-Jährige wird als klassischer Strafraumstürmer dringend benötigt, um Bälle festzumachen. Zudem schätzt Baum dessen Kopfballstärke bei gegnerischen Defensivstandards. Der junge Ribeiro – im vergangenen Sommer für 5 Millionen Euro von Sporting gekommen – bewies bei seinen Einsätzen schon sein riesiges Talent, ist als Spielertyp dem quirligen Kade jedoch sehr ähnlich. Da sich das vorne beißen würde, sehen wir im Zusammenspiel mit Kade den robusten Gregoritsch in der ersten Elf. Fazit Unter Cheftrainer Baum haben die Fuggerstädter eine sportlich extrem spannende Entwicklung genommen. Um diesen positiven Trend fortzusetzen, wartet auf die sportliche Führung auf dem Transfermarkt allerdings noch ein ordentlicher Tanz, da namhafte Abgänge drohen. In der Defensive sieht die Welt derweil ziemlich gut aus: Selbst wenn mit Matsima ein Top-Verteidiger gehen sollte, wonach es momentan aber nicht aussieht, steht mit Banks ein vielversprechender Akteur bereit, der sich schon bewährt hat. Dank der dann zu erwartenden hohen Einnahmen für Matsima könnte zusätzlich Verstärkung kommen. Zudem hat sich der FCA mit Brackelmann einen hochspannenden Akteur aus Paderborn geangelt. Der Neuzugang bringt ein Profil mit, das wie die Faust aufs Auge zum Baum-System passen könnte. Die mit Abstand größte Baustelle der Fuggerstädter liegt jedoch im kreativen Offensivzentrum: Ein Abschied von Claude-Maurice gilt als wahrscheinlich und auch die Zukunft von Kömür ist derzeit noch völlig offen. Sollten tatsächlich beide Kreativposten den Verein verlassen, muss die sportliche Führung zwingend mit einem echten Hochkaräter nachlegen. Bleibt Kömür hingegen in Augsburg, dürfte er im neuen Jahr quasi eine Startelfgarantie besitzen und die Fäden im Zentrum ziehen. Wir freuen uns über eure Unterstützung Ein wichtiger Faktor darf bei all den Ausführungen nicht fehlen: Ihr! Bei LigaInsider sind die Top-Elf-Prognosen und die späteren Voraussichtlichen Aufstellungen am Spieltag kein Solo-Projekt unserer Redaktion, sondern echte Teamarbeit mit der Community. Euer Feedback, eure scharfsinnigen Kommentare und eure Insider-Gedanken fließen tagtäglich in unsere Analysen mit ein. Daher seid jetzt auch ihr gefragt: Wie seht ihr die Augsburger Top-Elf? Glaubt ihr, dass der FCA die drohenden Abgänge im offensiven Mittelfeld auffangen könnte und ist Brackelmann direkt bereit für die Bundesliga-Startelf? Diskutiert mit uns in den Kommentaren! Du kennst dich nicht nur bestens rund um den Verein aus, sondern analysierst das Geschehen auf dem Platz quasi auch rund um die Uhr? Dann melde dich gerne bei uns und bewirb dich als Experte unter folgender E-Mail: „experte@ligainsider.de“. Sollte es matchen, winkt dir ein Status-Upgrade in der App. Mit einem Vereinsbadge ausgestattet, könnten zum Beispiel Beiträge von dir direkt unter den Aufstellungen hervorgehoben werden. Übersicht aller weiteren Team-Checks Top-Elf-Prognose: FC Bayern München im Check Top-Elf-Prognose: Borussia Dortmund im Check Top-Elf-Prognose: RB Leipzig im Check Top-Elf-Prognose: VfB Stuttgart im Check Top-Elf-Prognose: TSG Hoffenheim im Check Top-Elf-Prognose: Bayer 04 Leverkusen im Check Top-Elf-Prognose: SC Freiburg im Check Top-Elf-Prognose: Eintracht Frankfurt im Check Top-Elf-Prognose: 1. FSV Mainz 05 im Check Top-Elf-Prognose: 1. FC Union Berlin im Check Top-Elf-Prognose: Borussia Mönchengladbach im Check Top-Elf-Prognose: Hamburger SV im Check Top-Elf-Prognose: 1. FC Köln im Check Top-Elf-Prognose: SV Werder Bremen im Check Top-Elf-Prognose: FC Schalke 04 im Check Top-Elf-Prognose: SV Elversberg im Check Top-Elf-Prognose: SC Paderborn im Check

In diesem Top-Elf-Check richten wir den Fokus auf Eintracht Frankfurt. Mit der Rückkehr von Adi Hütter beginnt bei den Hessen ein neues Kapitel. Der Österreicher übernimmt eine Mannschaft, die im Vergleich zum Vorjahr vor einem größeren Umbruch steht. Mit Nathaniel Brown ist ein Leistungsträger bereits zum FC Bayern München gewechselt, Aurèle Amenda zog es in die Premier League und auch auf weiteren Positionen könnte sich bis zum Ende des Transferfensters noch einiges verändern. Gleichzeitig arbeitet die sportliche Führung daran, den Kader gezielt an die intensive Spielidee Hütters anzupassen. Entsprechend verstehen wir diese Prognose als Momentaufnahme. Zwar besitzt Frankfurt weiterhin ein starkes Grundgerüst, auf mehreren Schlüsselpositionen rechnen wir jedoch noch mit Verstärkungen für die erste Elf. Wie sieht also Stand heute die stärkste Frankfurter Mannschaft aus, die in einem Topspiel auf dem Platz stehen dürfte? In Sachen Grundordnung haben sich mittlerweile recht deutliche Erkenntnisse ergeben. Hütter erwähnte explizit, dass er bei seinem aktuell praktizierten Fußball gerne von einem 4-2-2-2 spricht, wobei es keine Versteifung darauf geben soll und das Ganze auch mal nach einem 4-2-3-1 aussehen kann – je nachdem, wie sich zum Beispiel einer der Stürmer situationsbedingt auf dem Feld verhält. Die Testspiele untermauern bisher, dass es auf ein 4-2-2-2 hinausläuft, sodass wir unsere Elf danach ausrichten. Torwart: Santos soll endgültig den Durchbruch schaffen Top-Elf: Kauã Santos (23) Trotz einer schwierigen vergangenen Saison führt aus unserer Sicht weiterhin kein Weg an Kauã Santos vorbei. Zwei längere Verletzungspausen verhinderten, dass der Brasilianer den nächsten Entwicklungsschritt gehen konnte. Dennoch genießt er intern weiterhin großes Vertrauen. Seine Anlagen sind nach wie vor außergewöhnlich. Reflexe, Strafraumbeherrschung und Reichweite gehören zu den größten Stärken des 23-Jährigen. Bereits in der Saison 2024/25 deutete Santos mehrfach an, welches Niveau langfristig in ihm steckt. Gelingt es ihm diesmal, verletzungsfrei zu bleiben und früh Selbstvertrauen aufzubauen, besitzt er weiterhin das Potenzial, sich dauerhaft unter den besseren Bundesliga-Torhütern zu etablieren. Interessant bleibt allerdings die Situation dahinter. Michael Zetterer will sich angeblich trotz drohender Rolle als Nummer zwei nicht verabschieden. Damit wäre er seinerseits als ständige Bedrohung für den Posten im Tor präsent. Neu-Coach Hütter hält sich unterdessen öffentlich sehr bedeckt und gibt kaum Einblick in seine Überlegungen. Abwehr: Hütters Pressing verlangt neue Profile Rechter Außenverteidiger: Elias Baum (20) | Alternative: Neuzugang Update: Auf dieser Position ist momentan Elias Baum in aller Munde. Ein schlagkräftiger Neuzugang lässt auf sich warten, während Baum weiter Pluspunkte sammelt und zunehmend den Eindruck hinterlässt, seine Chance nutzen zu können. Zudem genießen andere Planstellen, vor allem die im Sturm, anscheinend gerade den Vorzug vor einem möglichen neuen Rechtsverteidiger. Gute Voraussetzungen für Baum, seinen Platz hinten rechts zu festigen. Er ist in der Top-Elf Option Nummer eins. Nnamdi Collins muss zusätzlich im Hinterkopf behalten werden. Auch er könnte eine gute Option für den rechten Außenposten sein. Das wird auch von den weiteren Defensivplanungen abhängen. Arthur Theate bleibt beispielsweise grundsätzlich ein Anwärter für die linke Position im Abwehrzentrum, sodass Collins dann verstärkt als Rechtsverteidiger in Betracht käme und zentral weniger Bedarf für ihn wäre. Theate wird aber regelmäßig mit einem Wechsel in Verbindung gebracht und gilt als einer der möglichen Verkaufskandidaten. Gleichzeitig spricht einiges dafür, dass Frankfurt personell nachlegt (vielleicht sogar bei einem Verbleib des Belgiers). Medial heißt es, dass nach Talent Otávio noch ein gestandener Innenverteidiger kommen soll. Möglicherweise bringt der direkt Stammelfpotenzial im Abwehrzentrum mit, was hinsichtlich Collins ebenso eine stärkere Fokussierung auf die rechte Außenposition mit sich bringen könnte. Rechter Innenverteidiger: Robin Koch (30) Robin Koch bleibt der unumstrittene Abwehrchef der Eintracht. Die vergangene Saison verlief für die komplette Defensive enttäuschend. 91 Gegentore in 44 Pflichtspielen sprechen eine deutliche Sprache. Dennoch sollte dabei nicht vergessen werden, dass die Probleme weniger an einzelnen Spielern als vielmehr am gesamten Defensivverbund lagen. Gerade deshalb dürfte Koch unter Hütter noch wichtiger werden. Der Nationalspieler bringt Führungsqualität, Erfahrung und Ruhe mit und soll die neu formierte Defensive organisieren. Nach den zahlreichen personellen Veränderungen wird seine Rolle innerhalb der Mannschaft weiter an Bedeutung gewinnen. Linker Innenverteidiger: Nnamdi Collins (22) Kaum ein Frankfurter Spieler bringt aktuell ein passenderes Profil für Adi Hütters Fußball mit als Nnamdi Collins. Der ehemalige Dortmunder verfügt über enorme Dynamik, verteidigt aggressiv nach vorne und besitzt die Geschwindigkeit, große Räume hinter der Abwehr wieder zu schließen. Gerade im sogenannten Vorverteidigen zählt Collins zu den spannendsten Innenverteidigern der Bundesliga. Seine Antizipation sowie seine Fähigkeit, früh Druck auf gegnerische Angreifer auszuüben, könnten unter Hütter noch einmal deutlich stärker zur Geltung kommen. Zwar umschwirren auch Collins Wechselgerüchte, aktuell spricht jedoch mehr für einen Verbleib. Nach dem bereits vollzogenen Abschied von Rasmus Kristensen und dem Verkauf von Aurèle Amenda wäre ein weiterer Verlust in der Defensive ohnehin nur schwer aufzufangen. Wie oben ausgeführt, könnte sich je nach weiterer Abwehrplanung der SGE für Collins (punktuell) eine Verschiebung auf die Rechtsverteidigerposition ergeben. Linker Außenverteidiger: Neuzugang | Alternativen: Keita Kosugi (20), Arthur Theate (26) Auch hier ist Vorsicht geboten. Ähnlich wie für Baum gibt es auch für Keita Kosugi unter Coach Hütter einen Neuanlauf in Frankfurt. Die ersten Auftritte stimmen positiv, dürfen zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht überbewertet werden. Auf Bundesliga-Ebene durfte sich der Winter-Neuzugang schließlich noch gar nicht zeigen. Nach dem Abgang von Nathaniel Brown zum FC Bayern München ist ein Neuzugang mit Startelfqualität denkbar. Mit Brown hat Eintracht Frankfurt den unumstrittenen Stammspieler auf der linken Seite verloren. Der Nationalspieler hinterlässt sportlich eine große Lücke. Seine Dynamik, Laufstärke und Intensität lassen sich intern kaum auffangen. Entsprechend spricht einiges dafür, dass die Eintracht auf dieser Position noch nachlegen wird, um die entstandene Vakanz adäquat zu schließen. Deshalb rechnen wir mit einem neuen Stammspieler. Ein solcher war in Frankfurt lange Zeit Theate. Sein sportliches Standing scheint gelitten zu haben, er gilt als Abschiedskandidat. Aus dem schon vorhandenen Kader wäre der sowohl zentral als auch außen einsetzbare Verteidiger jedoch eine bewährte, defensivere Option für hinten links. Mittelfeld: Mehr Tempo und Stabilität gefragt Defensives Mittelfeld: Raphael Onyedika (25) | Alternative: Hugo Larsson (22) Seit mehreren Transferperioden suchte Frankfurt nach einem echten Sechser. Auch in diesem Sommer besaß diese Baustelle oberste Priorität, denn gerade unter Adi Hütter wird die Bedeutung dieser Position noch einmal größer. Seine Mannschaften leben von aggressivem Pressing, hohen Ballgewinnen und intensiven Läufen gegen den Ball. Damit dieses System dauerhaft funktioniert, benötigt die Eintracht einen defensiv starken Strategen, der Räume absichert, Pressingresistenz mitbringt und gleichzeitig den Spielaufbau organisiert. Die externe Verpflichtung für diese Schlüsselrolle ist mit Raphael Onyedika nun an Bord. Nach Stationen in der nigerianischen Heimat, Dänemark und Belgien hat er nun die Herausforderung Bundesliga zu bewältigen. Sofern große Anpassungsprobleme ausbleiben, wird er der neue starke Sechser der Eintracht. Hugo Larsson bleibt unabhängig davon ein wichtiger Bestandteil des Frankfurter Mittelfelds. Der Schwede verfügt über hervorragendes Raumgefühl und bringt Qualitäten in beide Spielrichtungen mit. Gleichzeitig hält sich hartnäckig das Interesse anderer Klubs. Selbst bei einem Verbleib sehen wir ihn aktuell jedoch eher als Partner beziehungsweise Alternative neben einem klassischen Sechser. Zentrales Mittelfeld: Noël Aséko (20) | Alternativen: Oscar Højlund (21), Farès Chaïbi (23) Die Eintracht hat sich die Dienste des veranlagten Noël Aséko (20, FC Bayern München) gesichert. Die kolportierte Ablöse von 12 Millionen Euro unterstreicht, dass dem in der vergangenen Saison bei Hannover 96 überzeugenden Youngster zugetraut wird, den nächsten Schritt zu machen und eine Rolle zu spielen. Mit Oscar Højlund ist unterdessen schon ein Spieler im Kader, der viel mitbringt, was Hütter von einem Achter verlangt. Der Däne überzeugt durch enorme Laufstärke, Intensität gegen den Ball und seine Bereitschaft, permanent ins Pressing zu schieben. Gleichzeitig entwickelt sich auch sein Spiel mit Ball kontinuierlich weiter. Neben einem defensiv orientierten Sechser könnte Højlund seine Stärken optimal einbringen. Farès Chaïbi bleibt aufgrund seiner Kreativität und technischen Qualität eine interessante Alternative. Im direkten Vergleich passen die anderen Profile derzeit allerdings etwas besser zu Hütters bevorzugter Spielweise. Offensives Mittelfeld (rechts): Ritsu Dōan (28) | Alternative: Ayoube Amaimouni (21) Die rechte Offensivposition verspricht einen der spannendsten Konkurrenzkämpfe innerhalb des Frankfurter Kaders. Ritsu Dōan blieb in seiner ersten Saison hinter den hohen Erwartungen zurück, besitzt aber weiterhin enorme Qualitäten. Besonders seine Laufbereitschaft gegen den Ball und seine Erfahrung sprechen aktuell leicht für ihn. Direkt dahinter lauert allerdings Ayoube Amaimouni. Der junge Marokkaner entwickelte sich in kürzester Zeit vom Perspektivspieler zum Nationalspieler und überzeugte regelmäßig mit Tempo, Dribblings und mutigen Eins-gegen-eins-Aktionen. Aktuell sehen wir Dōan aufgrund seiner Erfahrung noch knapp vorne. Der Abstand dürfte jedoch deutlich kleiner sein als noch vor einigen Monaten. Offensives Mittelfeld (links): Can Uzun (20) Can Uzun könnte auch in der kommenden Saison eine Schlüsselrolle im Frankfurter Offensivspiel einnehmen. Der türkische Nationalspieler überzeugte bereits letzte Saison mit außergewöhnlicher Spielintelligenz, hoher Abschlussqualität und der Fähigkeit, zwischen den Linien immer wieder gefährliche Räume zu finden. Gerade im offensiven Halbraum dürfte er unter Adi Hütter eine zentrale Rolle einnehmen. Ganz ohne Fragezeichen geht Frankfurt allerdings nicht in die neue Saison. Rund um Uzun halten sich seit Wochen Wechselgerüchte. Vor allem der Galatasaray SK soll den 20-Jährigen intensiv beobachten. Nach aktuellem Stand wollen die Hessen ihren Offensivspieler jedoch unbedingt halten und sollen erst bei einer Ablösesumme im Bereich von rund 60 Millionen Euro gesprächsbereit sein. Es macht außerdem nicht den Anschein, dass im Hinblick auf einen möglichen Abschied derzeit Bewegung drin ist. Dennoch bleibt die Personalie aufmerksam zu verfolgen. Sollte Uzun den Verein wider Erwarten doch noch verlassen, müsste Frankfurt auf dieser Position zwingend nachlegen. Einer der Namen, die aktuell gehandelt werden, ist Louey Ben Farhat vom Karlsruher SC. Das Offensivtalent bringt viel Kreativität, Dribbelstärke und Dynamik mit und könnte langfristig genau jene Halbraumrolle übernehmen, die Uzun aktuell ausfüllt. Noch handelt es sich dabei allerdings lediglich um eine interessante Option für die Zukunft. Angriff: Burkardt ist der Fixpunkt Sturm: Jonathan Burkardt (26) An Jonathan Burkardt führt aus unserer Sicht aktuell kein Weg vorbei. Der 26-Jährige bringt genau das Profil mit, das Adi Hütter für seine vorderste Position bevorzugt. Burkardt arbeitet intensiv gegen den Ball, läuft permanent an, attackiert Innenverteidiger früh und verbindet diese enorme Laufbereitschaft gleichzeitig mit hoher Abschlussqualität im Strafraum. Auch spielerisch passt der Angreifer hervorragend ins Frankfurter System. Er lässt sich immer wieder geschickt fallen, öffnet Räume für seine Mitspieler und kann dadurch sowohl selbst abschließen als auch Angriffe vorbereiten. Bleibt Burkardt verletzungsfrei, dürfte er sich schnell zum neuen Fixpunkt der Frankfurter Offensive entwickeln. Mit Malik Pimpong verpflichtete die Eintracht darüber hinaus ein weiteres spannendes Offensivtalent. Der 18-Jährige bringt großes Entwicklungspotenzial für die Flügel- und Sturmpositionen mit, dürfte aufgrund seines Alters und seiner noch geringen Erfahrung aber zunächst behutsam an den Profikader herangeführt werden. Sturm: Neuzugang | Alternative: Younes Ebnoutalib (22) Auch neben Jonathan Burkardt rechnen wir mit einer Veränderung. Im Fokus steht dabei weiterhin Arnaud Kalimuendo. Der Franzose soll intern bereits klar signalisiert haben, seine Zukunft dauerhaft in Frankfurt zu sehen. Demnach sind sich die Eintracht und die Spielerseite bereits seit geraumer Zeit über die Rahmenbedingungen eines langfristigen Vertrags bis 2031 einig. Auch Adi Hütter soll vom Profil des Angreifers überzeugt sein. Offen bleibt allerdings weiterhin die Einigung zwischen den Vereinen. Der Nottingham Forest FC fordert aktuell noch eine höhere Ablösesumme, während Frankfurt auf weiteres Entgegenkommen hofft. Die geplanten Verkäufe von Elye Wahi und Noel Futkeu könnten zusätzliche finanzielle Mittel freisetzen und einen festen Transfer ermöglichen. Sollte Kalimuendo verpflichtet werden, sehen wir ihn aufgrund seines Tempos, seiner Tiefenläufe und seiner Flexibilität als ideale Option. Des Weiteren wäre Ben Farhat, sofern er verpflichtet wird, auch für diese Position eine vielversprechende Überlegung. Aus dem SGE-Kader ist ansonsten Younes Ebnoutalib nicht zu vergessen, der mit vielen Vorschusslorbeeren nach Frankfurt gewechselt war. Nach starkem Debüt, inklusive Tor, warf ihn eine Knieverletzung für längere Zeit zurück. Jetzt muss sich zeigen, ob er wieder der Alte ist. Jean-Mattéo Bahoya (21) und Ansgar Knauff (24) bleiben dahinter äußerst spannende Alternativen. Sie besitzen enormes Tempo und der junge (und möglicherweise auch umworbene) Bahoya darüber hinaus noch großes Entwicklungspotenzial. Gerade bei der hohen Belastung durch mehrere Wettbewerbe dürften sie weiterhin auf Einsatzminuten kommen und den Konkurrenzkampf zusätzlich beleben. Benötigt Hütter im Sturm einen Flitzer, wird er besonders an die zwei Profis denken – ob von Beginn an oder als starke Joker. Fazit Kaum ein Bundesligist befindet sich in einem größeren personellen Umbruch als Eintracht Frankfurt. Nathaniel Brown, Rasmus Kristensen und Aurèle Amenda haben den Verein bereits verlassen. Gleichzeitig könnten weitere Leistungsträger wie Arthur Theate, Hugo Larsson, Can Uzun oder Jean-Mattéo Bahoya im Laufe des Sommers noch zum Thema werden. Auf mehreren Positionen rechnen wir deshalb weiterhin mit Veränderungen in der ersten Elf. Besonders auf den Positionen in der Verteidigung sowie auf der Sechserposition herrscht(e) klares Verstärkungspotenzial. Die bereits verpflichteten Spieler müssen nun zeigen, dass sie weiterhelfen. Dennoch verfügt die Eintracht bereits jetzt über ein starkes Gerüst. Robin Koch soll die Defensive anführen, Nnamdi Collins könnte unter Adi Hütter endgültig den nächsten Entwicklungsschritt gehen und Oscar Højlund bringt genau die Intensität mit, die der neue Trainer im Zentrum verlangt. Offensiv ruhen große Hoffnungen auf Can Uzun und Jonathan Burkardt, während ein möglicher Verbleib von Leihspieler Arnaud Kalimuendo der Offensive zusätzliche Qualität verleihen würde. Entscheidend wird letztlich sein, wie erfolgreich Frankfurt die weiteren Baustellen auf dem Transfermarkt schließt. Gelingt es der sportlichen Führung, die erwarteten Verkaufserlöse gezielt zu reinvestieren und den Kader konsequent an Hütters intensive Spielidee anzupassen, besitzt die Eintracht trotz des Umbruchs das Potenzial, erneut ganz oben in der Bundesliga anzugreifen. Wir freuen uns über eure Unterstützung Unsere Top-Elf-Prognosen verstehen wir bei LigaInsider stets als Gemeinschaftsprojekt mit euch. Eure Kommentare, Einschätzungen und Argumente fließen regelmäßig in unsere Analysen ein und helfen uns dabei, Entwicklungen frühzeitig einzuordnen und unsere Prognosen kontinuierlich anzupassen. Du kennst dich nicht nur bestens rund um den Verein aus, sondern analysierst das Geschehen auf dem Platz quasi auch rund um die Uhr? Dann melde dich gerne bei uns und bewirb dich als Experte unter folgender E-Mail: „experte@ligainsider.de“. Sollte es matchen, winkt dir ein Status-Upgrade in der App. Mit einem Vereinsbadge ausgestattet, könnten zum Beispiel Beiträge von dir direkt unter den Aufstellungen hervorgehoben werden. Übersicht aller weiteren Team-Checks Top-Elf-Prognose: FC Bayern München im Check Top-Elf-Prognose: Borussia Dortmund im Check Top-Elf-Prognose: RB Leipzig im Check Top-Elf-Prognose: VfB Stuttgart im Check Top-Elf-Prognose: TSG Hoffenheim im Check Top-Elf-Prognose: Bayer 04 Leverkusen im Check Top-Elf-Prognose: SC Freiburg im Check Top-Elf-Prognose: FC Augsburg im Check Top-Elf-Prognose: 1. FSV Mainz 05 im Check Top-Elf-Prognose: 1. FC Union Berlin im Check Top-Elf-Prognose: Borussia Mönchengladbach im Check Top-Elf-Prognose: Hamburger SV im Check Top-Elf-Prognose: 1. FC Köln im Check Top-Elf-Prognose: SV Werder Bremen im Check Top-Elf-Prognose: FC Schalke 04 im Check Top-Elf-Prognose: SV Elversberg im Check Top-Elf-Prognose: SC Paderborn im Check

In diesem Top-Elf-Check richten wir den Fokus auf den SC Freiburg. Nach Platz sieben in der Bundesliga und der Niederlage im Europa-League-Finale soll nun der nächste Schritt gelingen. Die Breisgauer werden auch in der kommenden Saison international vertreten sein und in der Europa Conference League an den Start gehen. Entsprechend wird die Mehrfachbelastung erneut Einfluss auf die Bundesliga-Aufstellungen haben. Einen großen Umbruch erwarten wir im Kader allerdings nicht. Auf vielen Positionen setzt Freiburg weiterhin auf bewährtes Personal, investierte in diesem Sommer aber schon gezielt in Verstärkungen. Mit unter anderem Mio Backhaus, Rihito Yamamoto und Yannik Engelhardt wurden bereits vielversprechende Neuzugänge verpflichtet. Bis zum Ende des Transferfensters bleibt Bewegung im Kader möglich. Johan Manzambi zum Beispiel hat sich mit starken Leistungen für den nächsten Schritt empfohlen und ist zum Aston Villa FC gewechselt. Torwart: Der millionenschwere Nachfolger Top-Elf: Mio Backhaus (22) Der neue Mann zwischen den Pfosten heißt Mio Backhaus. Für den 22-Jährigen überwiesen die Freiburger satte 12 Millionen Euro an den SV Werder Bremen – eine Summe, die bereits erahnen lässt, welche Rolle für ihn vorgesehen ist. Backhaus ist die neue Nummer eins und bringt dafür beste Voraussetzungen mit. Vorstand Jochen Saier erklärte bei der Verpflichtung: „Mio hat in seiner ersten Bundesliga-Saison eindrucksvoll nachgewiesen, auf welchem hohen Niveau er spielen kann. Seine ruhige und konzentrierte Art kann anstecken.“ Darüber hinaus betonte Saier, dass der Schlussmann „alle Facetten des Torwartspiels“ beherrsche und noch viel Entwicklungspotenzial mitbringe. Die Freiburger investieren selten ohne Überzeugung in dieser Größenordnung. Alles deutet darauf hin, dass Backhaus langfristig das Gesicht einer neuen Torhüter-Generation im Breisgau werden soll. Abwehr: Kontinuität und (neue) alte Bekannte Rechter Außenverteidiger: Philipp Treu (25) Treu bringt genau das Gesamtpaket mit, das in Freiburg geschätzt wird. Der Außenverteidiger ist laufstark, verfügt über ein ordentliches Grundtempo und kann auch Englische Wochen ohne sichtbaren Leistungsabfall absolvieren. Hinzu kommen seine Variabilität und sein solides Aufbauspiel. Ob als klassischer Außenverteidiger oder in offensiverer Rolle – Treu liefert konstant ab, ohne unnötige Risiken einzugehen. Im Vergleich zu vielen anderen Freiburger Außenverteidigern bringt er zudem technische Qualitäten im Eins-gegen-eins mit. Bemerkenswert ist auch seine Entwicklung abseits des Platzes. Intern übernimmt Treu zunehmend Verantwortung und entwickelt sich immer stärker in Richtung Führungsspieler. Auch diese Mentalität macht ihn für Julian Schuster so wertvoll. Rechter Innenverteidiger: Matthias Ginter (32) An Matthias Ginter führt weiterhin kein Weg vorbei. Der Routinier fühlt sich in Freiburg zu Hause und vieles deutet darauf hin, dass er seinen Vertrag verlängern wird. Sportlich befindet sich der Weltmeister von 2014 gefühlt noch immer in einer seiner besten Phasen. Nach dem 3:0-Erfolg gegen Celta Vigo in der Europa League fand Trainer Schuster beispielhaft besonders deutliche Worte: „Ich habe ihm persönlich auch gesagt, wie er heute gespielt hat: Besser geht es nicht.“ Besonders beeindruckt zeigte sich der Coach davon, wie Ginter seine Mitspieler mitzieht und der gesamten Mannschaft Stabilität verleiht. Diese Führungsrolle dürfte er auch in der kommenden Saison innehaben. Linker Innenverteidiger: Philipp Lienhart (30) Auch Lienhart bleibt grundsätzlich gesetzt. Der Österreicher bildet gemeinsam mit Ginter weiterhin eines der am besten eingespielten Innenverteidiger-Duos der Bundesliga. Komplett sorgenfrei dürfte er mit Blick auf seinen Stammplatz allerdings nicht mehr sein. Max Rosenfelder bringt enorme Anlagen mit und hat mehrfach angedeutet, welches Potenzial in ihm steckt. Das große Problem des Talents waren bislang die wiederkehrenden Verletzungen. Sollte Rosenfelder über mehrere Monate fit bleiben, könnte er sich im Saisonverlauf zunehmend aufdrängen. Gerade durch die zusätzliche Belastung in der Europa Conference League dürften beide Innenverteidiger auf viele Einsatzzeiten kommen. Zum jetzigen Zeitpunkt hat Lienhart allerdings weiterhin die Nase vorn. Im Vergleich zur Vorsaison etwas abfallen könnte Bruno Ogbus. Sind alle Innenverteidiger fit, verorten wir ihn im Ranking nur auf Rang vier. Tempo ist vorhanden, ebenso das grundsätzliche Skill-Set. In puncto Körperlichkeit und Luftduellen überragt er nicht gerade. Auch mehr Cleverness muss sich mit weiterer Erfahrung erst noch einstellen, genauso die Souveränität im Spielaufbau. Insgesamt wirkt er noch etwas zu unreif für die Position. Eine anspruchsvolle Leihe mit viel Spielzeit wäre unter Umständen eine sinnvolle Option für den Entwicklungssprung. Andererseits könnte sich Freiburgs Abwehrbesetzung dann mit Ginter, Lienhart, dem in der Vergangenheit verletzungsanfälligen Rosenfelder und Jung als etwas zu risikobehaftet herausstellen. Linker Außenverteidiger: Berkay Yılmaz (21) | Alternativen: Lukas Kübler (33), Christian Günter (33) Auf der linken Seite könnte sich einer der spannendsten internen Konkurrenzkämpfe entwickeln. Vieles spricht dafür, dass Rückkehrer Yılmaz den nächsten Schritt gehen soll. Der 21-Jährige hat sich während seiner Leihe beim 1. FC Nürnberg hervorragend entwickelt. Sportdirektor Klemens Hartenbach lobte insbesondere die Mischung aus „offensivem Einschalten und defensiver Verantwortung“. Für Jordy Makengo wird die Situation dadurch kompliziert. Mit Yılmaz und Vereinsikone Christian Günter verfügt Freiburg neben ihm über zwei weitere Linksverteidiger. Zudem kann auch Philipp Treu problemlos auf die linke Seite ausweichen. Entsprechend ist sogar ein Wechsel Makengos derzeit als wahrscheinliches Szenario in Betracht zu ziehen (womöglich übergangsweise, falls Günter in absehbarer Zeit aufhört). Yılmaz bringt dagegen genau das Profil mit, das Freiburg künftig auf dieser Position sehen möchte. Es wäre gerade beim Sport-Club keine Überraschung, wenn er als Gewinner aus dieser Konstellation hervorgehen würde. Nichtsdestotrotz wird ihm der Status eines „Herausforderers“ zugeschrieben, sodass keineswegs gewährleistet ist, dass er der neue Platzhirsch ist. Obendrein wurde in der Vorbereitung ein Testlauf im defensiven Mittelfeld durchgeführt und Yilmaz hat gezeigt, dass er auch dort eine Option ist. Im anspruchsvollen Test gegen Straßburg bot ihn Schuster jedoch auf der Linksverteidiger-Position auf. In dieser Rolle wurde Yilmaz in Nürnberg in den vergangenen zwei Jahren ausgebildet, weshalb wir ihn weiterhin in erster Linie dort verorten und ihm den Durchbruch zutrauen. Sollte er sich nicht durchsetzen, sehen wir als erste Alternative die Variante mit Lukas Kübler auf der rechten Seite und Treu dafür als Linksverteidiger. Mittelfeld: Zwischen Konstanz und Neuanfang Defensives Mittelfeld: Maximilian Eggestein (29) Im Freiburger Mittelfeld gibt es einen Fixpunkt, über den an und für sich nicht diskutiert werden muss: Maximilian Eggestein. Trainer Schuster schwärmte erst im April wieder in höchsten Tönen von seinem Dauerbrenner. „Maxi hat die körperlichen Voraussetzungen und er tut unglaublich viel dafür, um auf dem Platz zu stehen“, erklärte der Coach. Besonders hervor hob er Eggesteins Spielintelligenz und dessen Fähigkeit, Situationen bereits mit wenigen Blicken zu erfassen. Der 29-Jährige verbindet die Mannschaftsteile miteinander, genießt innerhalb des Teams enormes Ansehen und ist sowohl sportlich als auch menschlich einer der wichtigsten Spieler im Freiburger Kader. Mit Yannik Engelhardt (25, Como 1907) steht ein Neuzugang auf der Matte, der vom Profil her Entlastung für Eggestein bringen könnte. Dass er am Freiburger Leistungsträger vorbeizieht, sehen wir zunächst mal aber nicht. Zentrales Mittelfeld: Rihito Yamamoto (24) | Alternative: Neuzugang, Yannik Engelhardt (25) Yamamoto wirkt wie ein klassischer Freiburg-Transfer. Der Japaner kommt aus Belgien und ist in Deutschland bislang noch weitgehend unbekannt, bringt aber viele Eigenschaften mit, die perfekt zum Profil der Breisgauer passen. Der 24-Jährige ist ein laufstarker Box-to-box-Spieler, arbeitet enorm viel gegen den Ball und überzeugt durch seine Spielintelligenz. Mit Ball wirkt er kreativer als Eggestein, ohne dabei seine defensiven Aufgaben zu vernachlässigen. Gleichzeitig ist Yamamoto ein anderer Spielertyp als Johan Manzambi. Während der Schweizer deutlich offensiver orientiert ist, interpretiert der Neuzugang die Position ausgewogener. Nach Manzambis Abschied könnte Yamamoto schnell eine zentrale Rolle einnehmen. Sollte Freiburg auf dem Transfermarkt allerdings noch einmal qualitativ nachlegen, könnten die Karten auf dieser Position durchaus neu gemischt werden. Update: Der zuvor angesprochene Engelhardt, der vergangene Saison leihweise für Borussia Mönchengladbach am Ball war, wäre an der Seite von Eggestein dann vorstellbar, wenn einer der beiden in der neuen Saison einen offensiveren Part einnimmt (was zumindest bei Eggestein aber eher nicht anzunehmen ist). Im Hinblick auf Engelhardt wiederum hat Freiburg bei der Verpflichtung angemerkt, dass die offensive Komponente bei ihm ausgebaut werden soll. Da Yamamoto offenbar eine gewisse Anlaufzeit braucht und in den ersten Tests noch gar nicht berücksichtigt werden konnte, sehen wir inzwischen größere Chancen für Engelhardt und nehmen ihn zumindest als Alternative auf. Vor dem Hintergrund, dass sich schon das ähnlich gelagerte Duo aus Patrick Osterhage und Eggestein nicht als Dauerlösung etablierte, haben wir aber auch bezüglich Engelhardt/Eggestein Zweifel. Offensives Mittelfeld: Yuito Suzuki (24) Suzuki hat sich im Verlauf seiner ersten Saison im Breisgau nahezu unverzichtbar gemacht. Der Japaner bringt Dynamik, Technik, Pressingstärke und Kreativität mit – Eigenschaften, die im Freiburger Offensivspiel enorm wichtig sind. Aufgrund der Belastung in drei Wettbewerben erhielt er gerade in der Bundesliga trotzdem nicht jede Woche einen Startelfeinsatz. Sobald es jedoch um die stärkste Formation ging, war Suzuki meist gesetzt. Sollte Manzambi tatsächlich wechseln, würde seine Bedeutung noch einmal deutlich steigen. Dann dürfte Suzuki endgültig zum Herzstück der Freiburger Offensive werden. Angriff: Erfahrung trifft auf Entwicklungspotenzial Rechter Flügel: Niklas Beste (27) | Alternative: Neuzugang, Cyriaque Irié (21) Beste benötigte etwas Anlaufzeit, steigerte sich im Saisonverlauf jedoch kontinuierlich. Seine Bilanz von zwei Toren und acht Vorlagen in 47 Pflichtspielen wirkt auf den ersten Blick ausbaufähig, spiegelt seinen tatsächlichen Einfluss aber nur bedingt wider. In Freiburg wird Einsatzbereitschaft traditionell hoch bewertet – und genau dort punktet Beste enorm. Dennoch bleibt die Position nicht völlig unangreifbar. Offensiv wäre perspektivisch durchaus noch etwas mehr Output wünschenswert. Spannend wird die Entwicklung auf dem Transfermarkt. Der seit Langem immer wieder gehandelte Wilfried Gnonto wäre ein spektakulärer Transfer für Freiburger Verhältnisse. Da der Italiener flexibel auf beiden Flügeln sowie im Sturmzentrum eingesetzt werden kann, wäre er aber nicht zwingend nur ein direkter Konkurrent von Beste. Zudem benötigen Neuzugänge im Breisgau meist etwas Eingewöhnungszeit. Beste bleibt daher zunächst die wahrscheinlichste Lösung auf dem rechten Flügel. Cyriaque Irié stünde zwar noch als Option für rechts zur Verfügung, ist aber ähnlich wie Ogbus noch zu unfertig. Immer wieder mal ist unsauberes Aufbauspiel zu erkennen. Er wirkt größtenteils übermotiviert, will gefühlt mit jeder Aktion etwas Besonderes machen und sich präsentieren. Obwohl zum Saisonende hin Alternativen durchaus gebraucht wurden, spielte Irié in den letzten Wochen kaum mehr eine Rolle. Es passt noch nicht so richtig mit Freiburgs Spielidee, sodass Geduld gefragt ist. Sofern Dinkçi nach Heidenheim-Leihe jetzt bei den Breisgauern bleibt, wäre bei Irié sogar eine Ausleihe denkbar. Update: In der ersten Phase der Vorbereitung hinterließ Irié jedoch einen guten Eindruck und heimste Lob ein, wobei Trainer Schuster weiterhin darauf verwies, dass es Steigerungspotenzial gibt. Dennoch: Iriés Auftakt vor der Pflichtspielsaison war gut. Daher nehmen wir ihn mit auf. Linker Flügel: Vincenzo Grifo (33) | Alternative: Derry Scherhant (23) Grifo wird weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Vieles deutet darauf hin, dass auch sein Vertrag verlängert wird. Seine Bedeutung für den Klub bleibt ungebrochen. Gleichzeitig läuft im Hintergrund bereits die nächste Entwicklungsstufe. Scherhant erhielt in der Rückrunde deutlich mehr Einsatzzeit als noch im ersten Saisonabschnitt und dürfte seinen Anteil am Spiel weiter erhöhen. Der zehn Jahre jüngere Offensivspieler wird immer stärker an die Mannschaft herangeführt. Noch liegt Grifo vorn, doch Scherhant könnte im Laufe der Saison zunehmend Druck aufbauen. Stürmer: Igor Matanović (23) Bei Matanović zeigt die Formkurve klar nach oben. Der Angreifer hat sich im Freiburger System inzwischen hervorragend zurechtgefunden und wirkt auch abseits des Platzes komplett angekommen. Sportlich passt sein Profil immer besser zu den Anforderungen der Mannschaft. Er verbindet Physis mit Laufstärke und arbeitet intensiv gegen den Ball. Gleichzeitig entwickelte er zuletzt deutlich mehr Torgefahr. Sofern kein überraschender Wechsel erfolgt, gehen wir fest davon aus, dass Matanović zur Stammelf gehören wird. Fazit Der SC Freiburg bleibt sich auch in der kommenden Saison weitgehend treu. Große Umbrüche sind nicht zu erwarten, stattdessen setzt der Klub weiterhin auf Kontinuität, Entwicklung und gezielte Verstärkungen. Die Belastung durch die Europa Conference League wird zwar erneut für Rotation sorgen, am grundsätzlichen Gerüst der Mannschaft dürfte sie jedoch wenig ändern. Die größte Veränderung findet im Tor statt: Mit Backhaus verpflichteten die Breisgauer einen neuen Stammkeeper. Auch auf der linken Abwehrseite könnte sich mit Yılmaz ein junger Spieler dauerhaft etablieren, während die erfahrenen Kräfte um Ginter, Lienhart und Treu weiterhin das Rückgrat der Defensive bilden. Im Mittelfeld richtet sich der Fokus vor allem auf Yamamoto. Der Japaner bringt viele Eigenschaften mit, die perfekt zum Freiburger Fußball passen. Durch den Wechsel von Manzambi dürfte Yamamotos Bedeutung deutlich steigen. Gleichzeitig braucht er offensichtlich eine längere Anlaufzeit. In der Offensive setzt Freiburg auf eine interessante Mischung aus Erfahrung und Entwicklungspotenzial. Grifo bleibt ein Fixpunkt, während Scherhant immer mehr beitragen könnte. Suzuki hat das Zeug zum zentralen Kreativspieler der Mannschaft und Matanović scheint endgültig bereit zu sein für eine Stammrolle. Das Fundament für eine weitere erfolgreiche Saison im oberen Tabellendrittel wirkt jedenfalls ausgesprochen stabil. Wir freuen uns über eure Unterstützung Zum Schluss noch ein wichtiger Hinweis: Unsere Top-Elf-Prognosen entstehen nicht losgelöst von der Community. Eure Kommentare, eure Einschätzungen und eure Argumente liefern uns regelmäßig wertvolle Denkanstöße, die wir in unsere Prognosen einfließen lassen. Daher seid jetzt auch ihr gefragt: Kann Backhaus die großen Fußstapfen seines Vorgängers direkt ausfüllen? Traut ihr Yılmaz den Durchbruch auf der linken Seite zu und wie würdet ihr die Situation um den Manzambi-Abgang bewerten? Diskutiert mit uns in den Kommentaren! Du kennst dich nicht nur bestens rund um den Verein aus, sondern analysierst das Geschehen auf dem Platz quasi auch rund um die Uhr? Dann melde dich gerne bei uns und bewirb dich als Experte unter folgender E-Mail: „experte@ligainsider.de“. Sollte es matchen, winkt dir ein Status-Upgrade in der App. Mit einem Vereinsbadge ausgestattet, könnten zum Beispiel Beiträge von dir direkt unter den Aufstellungen hervorgehoben werden. 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