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Der Wechsel von Ludovit Reis zum SV Werder Bremen ist offiziell. Wie die Grün-Weißen am Freitag bekannt gaben, kommt der 26-jährige Mittelfeldspieler fest von der Club Brügge KV an den Osterdeich. Reis wird künftig mit der Rückennummer 15 auflaufen. Nach Informationen von Sky unterschreibt der Niederländer einen Vertrag bis 2029. „Wir sind froh, dass wir mit Ludo eine Einigung erzielen konnten. Wir hatten sehr gute Gespräche mit ihm“, erklärte Peter Niemeyer, Leiter Profifußball bei Werder. Reis passe mit seiner Art, Fußball zu spielen, sehr gut ins gesuchte Rollenprofil und erweitere die Möglichkeiten im Mittelfeld. Auch Cheftrainer Daniel Thioune hob die Vielseitigkeit des Neuzugangs hervor. Reis sei läuferisch stark, gewinne viele Bälle und bringe zudem Torgefahr mit. Seine Stärken sieht der Coach sowohl auf der Sechser- als auch auf der Achterposition. Werder zahlt keine Ablöse Für die Bremer ist der Transfer auch wirtschaftlich interessant. Wie die DeichStube berichtet, wird für Reis keine fixe Ablösesumme fällig. Club Brügge erhält demnach lediglich erfolgsabhängige Bonuszahlungen sowie eine Beteiligung an einem möglichen späteren Weiterverkauf. Reis war erst im vergangenen Sommer nach seiner langjährigen Zeit beim Hamburger SV für rund 6 Millionen Euro nach Brügge gewechselt. In Belgien kam er aufgrund einer Schulterverletzung und seiner anschließend schwierigen sportlichen Situation allerdings nur auf zwölf Pflichtspiele. Nun folgt nach nur einem Jahr die Rückkehr nach Deutschland. „Werder ist ein familiärer Club und die Leute, die mich kennen, wissen, dass ich solch eine Atmosphäre in einem Verein liebe“, erklärte Reis. Nach den Gesprächen mit den Verantwortlichen habe er ein gutes Gefühl gehabt und freue sich auf seine neue Aufgabe.

In diesem Top-Elf-Check richten wir den Fokus auf den frischgebackenen Aufsteiger SC Paderborn 07. Nach dem dramatischen Relegations-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg arbeiten die Ostwestfalen weiter daran, ihren Kader gezielt für das Abenteuer Bundesliga zu verstärken. Mit Nahuel Noll wurde inzwischen bereits ein Nachfolger für Dennis Seimen gefunden, während vor allem im Mittelfeld und Sturm weiterhin Bewegung zu erwarten ist. Nach den Erkenntnissen aus der bisherigen Vorbereitung basiert unsere Prognose aktuell auf einem 3-4-2-1. Je nach weiterer Entwicklung sind Varianten im 3-5-2 beziehungsweise 3-4-1-2 denkbar, die Trainer Ralf Kettemann je nach Gegner ohnehin flexibel interpretieren dürfte. Torwart: Noll übernimmt für Seimen Top-Elf: Nahuel Noll (23) Die größte Baustelle zwischen den Pfosten hat der SCP inzwischen geschlossen. Nach der Rückkehr von Dennis Seimen zum VfB Stuttgart verpflichteten die Ostwestfalen Nahuel Noll auf Leihbasis von der TSG Hoffenheim. Der 23-Jährige bringt trotz seines jungen Alters bereits Erfahrung auf hohem Niveau mit und soll den Abgang des Erfolgsgaranten der Aufstiegssaison auffangen. Abwehr: Konkurrenzkampf in der Dreierkette Rechter Innenverteidiger: Tjark Scheller (24) | Alternativen: Nyamekye Awortwie-Grant (25), Jano ter Horst (24) Der Abgang von Calvin Brackelmann zum FC Augsburg reißt eine gewaltige Lücke in die Paderborner Dreierkette – sowohl spielerisch als auch bei Standardsituationen. Hier verliert der SCP einen wichtigen Baustein. Auffangen soll dieses Defizit zunächst Tjark Scheller. Der 24-Jährige knackte in der vergangenen Saison als einziger SCP-Verteidiger die Marke von 3.000 Einsatzminuten und überzeugte insbesondere in den entscheidenden Saisonspielen mit stabilen Leistungen. Mit Nyamekye Awortwie-Grant steht zudem ein spannender Neuzugang vom FC Energie Cottbus bereit, der ebenfalls auf Einsatzminuten hoffen darf, sich in der Vorbereitung aber eine Verletzung zuzog, die ihn ein paar Wochen zurückwirft. Mit Jano ter Horst kommt ein weiterer Neuzugang ins Spiel. Mit Blick darauf, dass der SCP weitere Baustellen im Kader und nur ein kleines Budget hat, bleibt eine neuerliche Verstärkung für diese Position womöglich aus. Zentraler Innenverteidiger: Felix Götze (28) Wenn er keine körperlichen Probleme hat, führt am Paderborner Kapitän kaum ein Weg vorbei. Zwar verlief seine zweite Saison beim SCP nicht ganz so fehlerfrei wie seine Premierenspielzeit, an seiner Bedeutung für die Mannschaft änderte das allerdings wenig. Kampfgeist, Führungsqualität und Erfahrung machen Götze weiterhin zum Fixpunkt der Defensive. Zum Saisonende bremsten ihn Adduktorenprobleme aus, weshalb er sich in der Relegation zunächst mit einer Jokerrolle begnügen musste. Fit gehört der gebürtige Dortmunder jedoch weiterhin zu den ersten Namen auf dem Spielberichtsbogen. Linker Innenverteidiger: Marcel Hoffmeier (27) Er ist gewissermaßen der interne Neuzugang für die Bundesliga-Saison. Hoffmeier gehörte vor seinem Kreuzbandriss zu den formstärksten Paderbornern, ehe ihn die schwere Verletzung im vergangenen August außer Gefecht setzte. Nach monatelanger Reha kehrte der Defensivallrounder zu den Relegationsspielen zumindest in den Kader zurück. Mit dem Ball am Fuß ist Hoffmeier der spielstärkste Verteidiger des SCP. Sowohl sein Passspiel als auch sein mutiges Andribbeln aus der Dreierkette verleihen dem Aufbauspiel eine zusätzliche Qualität. Dank seiner Beidfüßigkeit sehen wir ihn aktuell als idealen Mann für die linke Halbverteidigerposition. Schiene & Mittelfeld: Baurs Abgang reißt eine Lücke Rechte Schiene: Laurin Curda (24) | Alternativen: Neuzugang, Ruben Müller (20) Der absolute Überflieger der Aufstiegssaison. Curda war mit 13,3 gewonnenen Duellen pro Partie der zweikampfstärkste Spieler der 2. Bundesliga, gab mannschaftsintern die meisten Torschüsse ab und krönte seine starke Saison mit dem entscheidenden Treffer in der Relegation gegen Wolfsburg. Interesse anderer Vereine ist aber vorhanden. Insbesondere der 1. FSV Mainz 05 baggerte intensiv am Abwehrmann des Aufsteigers. Sollte es im weiteren Verlauf des Sommers doch noch zu einem Abschied kommen, liegt eine Ersatzverpflichtung nahe. Deshalb führen wir einen möglichen Neuzugang weiterhin als erste Alternative. Ruben Müller, Allrounder auf den Außenbahnen, steht ebenfalls als Option bereit. Bleibt Curda, führt auf der rechten Schiene allerdings kein Weg an ihm vorbei. Defensives Mittelfeld: Santiago Castañeda (21) Der US-Amerikaner mit kolumbianischen Wurzeln bleibt der defensive Anker im Paderborner Zentrum. Nachdem Trainer Kettemann rund um den Jahreswechsel zeitweise mehr Offensivdrang von ihm einforderte, entwickelte sich Castañeda zu einem deutlich kompletteren Mittelfeldspieler. Trotz seiner verbesserten Präsenz nach vorne bleibt der 21-Jährige der tiefste und absichernde Part im Mittelfeld. Mit seiner Ballsicherheit, seinem Spielverständnis und seiner Balance dürfte er auch in der Bundesliga eine Schlüsselrolle einnehmen. Zentrales Mittelfeld: Neuzugang Update: Auf dieser Position hat sich die Situation inzwischen endgültig verändert. Mika Baur hat den SC Paderborn verlassen und sich Celtic Glasgow angeschlossen. Damit verliert der Aufsteiger einen seiner wichtigsten Mittelfeldspieler der vergangenen Saison. Der 22-Jährige kam in der Aufstiegsspielzeit auf vier Tore und sechs Vorlagen und entwickelte sich unter Kettemann zum Dreh- und Angelpunkt der Zentrale. Der Abgang bringt Paderborn auf dem Transfermarkt allerdings auch zusätzlichen Handlungsspielraum. Laut der Neuen Westfälischen liegt die fixe Ablöse bei rund 6 Millionen Euro und kann durch Bonuszahlungen auf bis zu 8 Millionen Euro anwachsen. Für uns ist damit klar: Der vakante Platz neben Castañeda muss neu besetzt werden. Da sich bislang kein konkreter Kandidat so weit herauskristallisiert hat, dass wir ihn namentlich in die Prognose aufnehmen würden, bleibt hier vorerst der Neuzugang stehen. Linke Schiene: Raphael Obermair (30) Nachdem dem Vizekapitän im Vorjahr ein Wechsel zum 1. FC Köln verwehrt geblieben war, zählte Obermair auch in der Aufstiegssaison mit neun Scorerpunkten wieder zu den wichtigsten Offensivakteuren des SCP. Ein Achillessehnenanriss setzte ihn seit Mitte April außer Gefecht, inzwischen ist der philippinische Nationalspieler aber in die Sommervorbereitung eingestiegen. Paderborn verfügt über eine Vertragsoption, die Obermair auch über 2027 hinaus an den Verein bindet. Entsprechend rechnen wir weiterhin fest mit dem 30-Jährigen auf der linken Schiene. Angriff: Zeitler erhöht den Konkurrenzkampf Offensives Mittelfeld: Luka Đurić (23) | Alternative: Ruben Müller (20) Für die kreativen Momente rechnen wir weiterhin mit Luka Đurić. Der Neuzugang gehörte bei der Zweitvertretung der TSG Hoffenheim zu den auffälligsten Akteuren der vergangenen Drittligasaison und durfte bereits regelmäßig bei den Profis mittrainieren. Der Sprung in die Bundesliga ist zwar groß, doch Đurić bringt viel Potenzial mit. Ruben Müller bleibt aufgrund seiner Vielseitigkeit eine weitere Möglichkeit für diese Position, aktuell sehen wir Đurić aber vorne. Offensives Mittelfeld: Oliver Batista Meier (25) | Alternativen: Albert Millgramm (21), Deniz Zeitler (19) Mit Oliver Batista Meier hat Paderborn zusätzliche Kreativität verpflichtet. Der Offensivspieler kommt mit zehn Scorerpunkten in der vergangenen Zweitliga-Saison von Preußen Münster und dürfte im letzten Drittel direkt eine wichtige Rolle einnehmen. Zu einem Gewinner der Saisonvorbereitung avancierte derweil Albert Millgramm. Trainer Kettemann lobte insbesondere dessen Qualitäten im Eins-gegen-eins sowie seine Laufstärke. Der 21-Jährige hat sich damit in eine gute Ausgangslage gebracht und bleibt für uns der erste Herausforderer hinter Batista Meier. Update: Zusätzlich hat der SCP mit Deniz Zeitler (19) noch einmal erhebliches Potenzial für die Offensive hinzugewonnen. Der Angreifer kommt für eine Saison auf Leihbasis von der TSG Hoffenheim. Eine Kaufoption besitzt Paderborn dem Vernehmen nach nicht. Für die Hoffenheimer U23 sammelte Zeitler in der vergangenen Drittligasaison in 38 Einsätzen starke 17 Scorerpunkte – 15 Treffer und zwei Vorlagen. Paderborns Geschäftsführer Sport Sebastian Lange hob bei der Verpflichtung vor allem Zeitlers technische Fähigkeiten, seine Stärke im direkten Duell und seinen Zug zum Tor hervor. Damit bringt der 19-Jährige ein spannendes Profil für die offensiven Positionen mit. In unserer aktuellen Hierarchie sehen wir ihn zunächst hinter Batista Meier und Millgramm, aufgrund seines Potenzials kann er den Konkurrenzkampf im Saisonverlauf aber durchaus weiter verschärfen. Stürmer: Neuzugang | Alternative: Stefano Marino (22) Der Sturm bleibt die größte Baustelle der Ostwestfalen. Filip Bilbija wird in der kommenden Bundesliga-Saison nicht mehr für den SC Paderborn auflaufen. Der Angreifer, der mit 15 Saisontoren maßgeblichen Anteil am Aufstieg hatte, ist zum englischen Zweitligisten Derby County gewechselt. Mit dem Verlust ihres Top-Torjägers büßen die Ostwestfalen einen wichtigen Eckpfeiler ihrer Offensive ein. Ein direkter Ersatz steht bislang noch nicht zur Verfügung, sodass bis zum Ende des Transferfensters auf dieser Position noch Bewegung zu erwarten ist. Stefano Marino legte zwar eine vielversprechende Entwicklung hin und sammelte sechs Tore sowie zwei Vorlagen, der Sprung zur unumstrittenen Stammkraft in der Bundesliga erscheint zum jetzigen Zeitpunkt aber noch etwas groß. Der 22-Jährige bringt zweifellos das Potenzial mit, sich perspektivisch auch im Oberhaus durchzusetzen. Nach aktuellem Stand rechnen wir jedoch weiterhin damit, dass der SCP trotz begrenzter finanzieller Mittel noch einen weiteren Stürmer mit Startelfpotenzial verpflichten möchte. Fazit Die größte Aufgabe für Trainer Ralf Kettemann wird darin bestehen, die richtige Balance zwischen dem mutigen Ballbesitzfußball der Aufstiegssaison und der in der Bundesliga notwendigen Kompaktheit zu finden. Mit einem 3-4-2-1 dürfte der SCP über ausreichend Stabilität verfügen, ohne seine spielerische Identität komplett aufzugeben. Eine wichtige Personalie ist geklärt: Mit Noll wurde ein Nachfolger für Seimen gefunden, der als neue Nummer eins in die Saison gehen wird. In der Defensive steht das Grundgerüst um Scheller, Götze und Hoffmeier, während Curda auf der rechten Seite gesetzt ist, sofern es nicht doch noch zu einem Transfer kommt. Im Mittelfeld muss Paderborn nun allerdings auf Baur verzichten. Dessen Wechsel zu Celtic bringt dem Verein zwar eine hohe Ablöse und damit zusätzlichen finanziellen Spielraum, sportlich muss sein Verlust aber noch aufgefangen werden. Entsprechend reservieren wir den zweiten zentralen Platz neben Castañeda aktuell für einen externen Neuzugang. Offensiv ist der Kader durch die Leihe von Zeitler dagegen noch einmal breiter geworden. Der 19-Jährige bringt nach seinen 15 Drittligatoren aus der Vorsaison eine Menge Entwicklungspotenzial mit, beginnt in unserer Prognose aber zunächst hinter Batista Meier und Millgramm. Die wichtigste offene Personalie bleibt somit das Sturmzentrum: Nach Bilbijas Abgang benötigt der SCP weiterhin einen Angreifer mit Startelfpotenzial. Marino bleibt bis dahin die erste interne Alternative. Wir freuen uns über eure Unterstützung Zum Abschluss: Unsere Team-Checks und Prognosen leben immer vom Austausch mit der LigaInsider-Community. Ihr liefert uns mit euren Kommentaren und Argumenten regelmäßig wertvolle Denkanstöße, die wir in unsere redaktionelle Arbeit einbeziehen. Daher seid jetzt auch ihr gefragt: Traut ihr Nahuel Noll den direkten Sprung zur Nummer eins in der Bundesliga zu? Reicht Stefano Marino bereits für die Startelf oder sollte Paderborn im Sturm unbedingt noch nachlegen? Und wie bewertet ihr die Chancen des jungen Mittelfelds um Castañeda und Đurić im Bundesliga-Oberhaus? Diskutiert mit uns in den Kommentaren! Du kennst dich nicht nur bestens rund um den Verein aus, sondern analysierst das Geschehen auf dem Platz quasi auch rund um die Uhr? Dann melde dich gerne bei uns und bewirb dich als Experte unter folgender E-Mail: „experte@ligainsider.de“. Sollte es matchen, winkt dir ein Status-Upgrade in der App. Mit einem Vereinsbadge ausgestattet, könnten zum Beispiel Beiträge von dir direkt unter den Aufstellungen hervorgehoben werden. Übersicht aller weiteren Team-Checks Top-Elf-Prognose: FC Bayern München im Check Top-Elf-Prognose: Borussia Dortmund im Check Top-Elf-Prognose: RB Leipzig im Check Top-Elf-Prognose: VfB Stuttgart im Check Top-Elf-Prognose: TSG Hoffenheim im Check Top-Elf-Prognose: Bayer 04 Leverkusen im Check Top-Elf-Prognose: SC Freiburg im Check Top-Elf-Prognose: Eintracht Frankfurt im Check Top-Elf-Prognose: FC Augsburg im Check Top-Elf-Prognose: 1. FSV Mainz 05 im Check Top-Elf-Prognose: 1. FC Union Berlin im Check Top-Elf-Prognose: Borussia Mönchengladbach im Check Top-Elf-Prognose: Hamburger SV im Check Top-Elf-Prognose: 1. FC Köln im Check Top-Elf-Prognose: SV Werder Bremen im Check Top-Elf-Prognose: FC Schalke 04 im Check Top-Elf-Prognose: SV Elversberg im Check

In diesem Top-Elf-Check richten wir den Fokus auf die SV 07 Elversberg. Nach dem erstmaligen Aufstieg in die Bundesliga arbeiten die Saarländer weiter daran, ihren Kader gezielt für das Oberhaus zu verstärken. Dabei bleibt der Klub seiner Linie treu: Statt großer Umbrüche setzt die SVE weiterhin auf entwicklungsfähige Spieler, spannende Leihgeschäfte und ein funktionierendes Mannschaftsgefüge. Mit Francis Onyeka, Noah Darvich oder Cole Campbell konnten bereits drei begehrte Offensivtalente verpflichtet werden. Weitere Anpassungen im Kader sind denkbar und teils schon in Sicht. Auch taktisch erwarten wir keine grundlegenden Veränderungen. Trainer Vincent Wagner dürfte weiterhin auf sein bewährtes 4-2-3-1 setzen, das von viel Ballbesitz, mutigem Spielaufbau und hohem Positionsspiel geprägt ist. Die große Herausforderung wird darin bestehen, diese Spielidee nun auch gegen Bundesligisten erfolgreich auf den Platz zu bringen. Torwart: Kristof bleibt das Gesicht zwischen den Pfosten Torwart: Nicolas Kristof (26) Im Tor gibt es keinerlei Diskussionen. Kristof gehörte bereits in der Aufstiegssaison zu den stärksten Torhütern der 2. Bundesliga und hatte entscheidenden Anteil daran, dass Elversberg mit lediglich 39 Gegentreffern eine der besten Defensiven der Liga stellte. Seine Qualitäten beschränken sich dabei nicht auf das klassische Torwartspiel. Dank seiner Ruhe am Ball und seiner Passsicherheit ist der 26-Jährige ein wichtiger Bestandteil des Spielaufbaus und passt perfekt zur Philosophie der Saarländer. Dieses Vertrauen unterstrich der Verein inzwischen auch abseits des Platzes. Elversberg verlängerte den Vertrag mit seinem Stammtorhüter vorzeitig bis 2029 und setzte damit ein deutliches Zeichen für die gemeinsame Zukunft. Abwehr: Sirch erhöht den Konkurrenzkampf Rechter Außenverteidiger: Jan Gyamerah (31) | Alternativen: Luca Sirch (27), Felix Keidel (23) Gyamerah geht nach aktuellem Stand als erste Wahl auf der rechten Abwehrseite in die Bundesliga-Saison. Der erfahrene Außenverteidiger sammelte in der Aufstiegssaison die meisten Einsatzminuten auf dieser Position und überzeugte insbesondere mit seiner Zuverlässigkeit. Mit Luca Sirch wurde zusätzlich ein Allrounder verpflichtet, dessen fußballerische Heimat zwar in erster Linie das Abwehrzentrum ist, der aber verschieden eingesetzt werden kann. Trainer Wagner schaute ihn sich in der Vorbereitung unter anderem auf dem Posten hinten rechts an. Unterdessen erlebt Felix Keidel ein neues Hoch. Er setzt sowohl hinten rechts als auch im Mittelfeldzentrum positive Signale und gehört obendrein bei Standards zu den Spielern, die mit Verantwortung betraut werden. Keidel war bereits in der Vorsaison zwischenzeitlich eine Stammkraft der Saarländer. Rechter Innenverteidiger: Lukas Pinckert (26) | Alternative: Luca Sirch (27) Pinckert bleibt das Herzstück der Defensive. Der Kapitän absolvierte in der vergangenen Saison 29 Ligaspiele und verpasste lediglich verletzungs- beziehungsweise sperrenbedingt einige Partien. Neben seiner Zweikampfstärke zeichnet ihn insbesondere seine Spieleröffnung aus. Progressive Pässe sowie Zuspiele ins letzte Drittel gehören zu seinen größten Stärken und machen ihn zu einem wichtigen Bestandteil des Elversberger Ballbesitzspiels. Neuzugang Sirch wertet die Innenverteidigung des Aufsteigers auf. Er war vergangene Saison in der 2. Bundesliga eine feste Größe beim 1. FC Kaiserslautern und dürfte sich leistungstechnisch auf Augenhöhe zu Pinckert und Maximilian Rohr befinden. Aufgrund seiner Vielseitigkeit wird er auf mehreren Positionen Druck auf die bisherigen Stammkräfte ausüben. Linker Innenverteidiger: Maximilian Rohr (31) | Alternative: Luca Sirch (27) Rohr spielte sich im Saisonverlauf dauerhaft fest und verdrängte Florian Le Joncour zunehmend aus der Startformation. Seine größten Qualitäten liegen im Spiel mit Ball, weshalb er hervorragend zum mutigen Ansatz von Trainer Wagner passt. Zwar wird Elversberg in der Bundesliga voraussichtlich seltener dominante Ballbesitzphasen erleben, dennoch rechnen wir nicht damit, dass die Saarländer ihre grundsätzliche Spielidee verändern. Deshalb bleibt auch Rohr für uns erste Wahl auf der linken Innenverteidigerposition. Sirch sorgt jedoch auch hier für einen deutlich verschärften Konkurrenzkampf. Linker Außenverteidiger: Lasse Günther (23) Rund um Lasse Günther gab es in den vergangenen Wochen einige Transfergerüchte. Günther überzeugte mit seinem Tempo und seinen Tiefenläufen und gehörte zu den konstantesten Spielern auf dieser Position. Inzwischen hat die SV 07 Elversberg den Vertrag des 23-Jährigen sogar vorzeitig bis 2030 verlängert und damit deutlich gemacht, welche Rolle er auch künftig im Verein einnehmen soll. Die langfristige Verlängerung unterstreicht das Vertrauen der Verantwortlichen. Deshalb rechnen wir weiterhin mit Günther als Stammspieler auf der linken Abwehrseite. Mittelfeld: Noch eine Baustelle im Zentrum Defensives Mittelfeld: Neuzugang | Alternativen: Amara Condé (29), Felix Keidel (23) Im zentralen Mittelfeld sehen wir weiterhin den größten verbliebenen Handlungsbedarf. Während der Verbleib von Łukasz Poręba langfristig gesichert ist, bleibt die zweite Position im Zentrum aus unserer Sicht offen. Weder Condé noch eine andere interne Option hat sich bislang so deutlich abgesetzt, dass wir auf einen externen Neuzugang in der Top-Elf verzichten würden. Condé bleibt aufgrund seiner Erfahrung und seiner Einsatzzeiten in der vergangenen Saison die erste Alternative. Denkbar ist auf dieser Position außerdem Keidel, der sich während der Vorbereitung positiv präsentiert und damit gleich für mehrere Rollen angeboten hat. Defensives Mittelfeld: Łukasz Poręba (26) Die feste Verpflichtung des Polen war einer der frühen, wichtigen Schritte der bisherigen Sommerplanung. Nach seiner Leihe vom Hamburger SV entwickelte sich Poręba schnell zum unverzichtbaren Bestandteil der Mannschaft und überzeugte vor allem mit seiner Präsenz gegen den Ball sowie seiner Ruhe im Spielaufbau. Die SVE zog anschließend die Kaufoption und band ihn bis 2029. Auch in der Bundesliga dürfte Poręba einer der ersten Namen auf dem Spielberichtsbogen sein. Offensive: Die Rollen hinter der Spitze sind verteilt Rechter Flügel: Lukas Petkov (25) Petkov gehörte zu den größten Gewinnern der Aufstiegssaison. Mit seiner Dynamik, seinem Tempo und seiner Abschlussstärke sammelte der Offensivspieler regelmäßig Scorerpunkte und entwickelte sich zu einer festen Größe im Elversberger Angriffsspiel. Gerade seine Fähigkeit, sowohl Tiefenläufe anzubieten als auch selbst den Abschluss zu suchen, dürfte auch in der Bundesliga gefragt sein. Deshalb rechnen wir weiterhin mit Petkov als Stammspieler auf der rechten Außenbahn. Offensives Mittelfeld: Francis Onyeka (19) Die Zehnerposition wird in der anstehenden Saison neu besetzt. Nachdem sich Elversberg zuletzt auf Leihspieler wie Bambasé Conté oder Immanuel Pherai verlassen hatte, übernimmt nun Francis Onyeka diese Rolle. Der 19-Jährige wurde für eine Saison von Bayer 04 Leverkusen ausgeliehen. Dank seiner Dynamik, seines Tempos und seiner starken Eins-gegen-eins-Qualitäten trauen wir Onyeka den direkten Sprung in die Startelf zu. Mit Noah Darvich verpflichteten die Saarländer darüber hinaus ein weiteres veranlagtes Offensivtalent auf Leihbasis. Er dürfte zunächst die Konkurrenzsituation hinter den aktuell für die Top-Elf eingeplanten Akteuren verschärfen. Linker Flügel: Tom Zimmerschied (27) | Alternative: Cole Campbell (20) Auch auf der linken Seite sehen wir aktuell keinen Grund für einen Wechsel an der Spitze der Hierarchie. Während Petkov häufiger selbst den Torabschluss sucht, überzeugte Zimmerschied vor allem als kreativer Vorbereiter und wichtiger Verbindungsspieler zwischen Mittelfeld und Angriff. Mit Cole Campbell hat Elversberg allerdings einen Herausforderer verpflichtet, der das Ranking im Laufe der Saison durchaus durcheinanderwirbeln kann. Für den talentierten Außenbahnspieler wurde eine für Elversberger Verhältnisse hohe Ablöse investiert. Seine bevorzugte Seite ist eigentlich rechts, wo Petkov derzeit die Nase vorne hat. Das wahrscheinlichste Einfallstor in unsere Top-Elf sehen wir deshalb zunächst über die linke Seite hinter Zimmerschied. Sturm: Futkeu soll die offene Planstelle schließen Stürmer: Neuzugang | Alternative: David Mokwa (22) Update: Auf der bislang noch offenen Planstelle im Sturmzentrum zeichnet sich nun die gewünschte hochkarätige Verstärkung ab. Noel Futkeu (23) steht vor einem Wechsel von Eintracht Frankfurt zur SV 07 Elversberg. Der Deal ist nach den aktuellen Meldungen bereits ausgehandelt, weshalb der unter „Neuzugang“ geführte Platzhalter bald durch Futkeu ersetzt werden dürfte. Der Angreifer hatte in der vergangenen Saison bei der SpVgg Greuther Fürth seinen endgültigen Durchbruch im Profifußball. In 32 Zweitliga-Einsätzen erzielte Futkeu 19 Treffer und bereitete drei weitere vor. Eintracht Frankfurt hatte ihn anschließend für rund 1,3 Millionen Euro per Rückkaufoption nach Hessen zurückgeholt. Schon zuvor war allerdings davon auszugehen, dass seine Rückkehr lediglich eine Zwischenstation sein würde und Frankfurt einen Weiterverkauf anstrebt. Mit dieser Vita bringt Futkeu genau die nachgewiesene Torgefahr mit, die Elversberg bislang im Sturmzentrum noch gesucht hat. Entsprechend sehen wir ihn bei erfolgreichem Vollzug des Transfers direkt vor Mokwa und damit als wahrscheinlichsten Stammstürmer für die Bundesliga-Saison. Für Mokwa bedeutet das einen Schritt zurück in der Hierarchie. Der 22-Jährige entwickelte sich im Laufe der vergangenen Aufstiegssaison kontinuierlich weiter und erzielte sechs Treffer. Seine Dynamik und Athletik bringen weiterhin gute Voraussetzungen für die Bundesliga mit. Nach der Verpflichtung Futkeus dürfte er aber in Herausforderer-Rolle fallen. Die bisherige Prognose führte Mokwa noch als erste Wahl und den externen Zugang als Alternative – dieses Verhältnis drehen wir nun um. Fazit Die SV 07 Elversberg geht ihren eingeschlagenen Weg auch in der Bundesliga konsequent weiter. Statt auf einen großen Umbruch setzen die Saarländer weiterhin auf Kontinuität, entwicklungsfähige Talente und einen klar erkennbaren spielerischen Ansatz. Mit den Vertragsverlängerungen von Kristof und Günther konnten zwei wichtige Leistungsträger langfristig gebunden werden. Gleichzeitig verleihen Onyeka, Darvich, Campbell, Krattenmacher und Sirch dem Kader zusätzliche Qualität sowie enormes Entwicklungspotenzial. Mit dem Transfer von Futkeu dürfte sich nun auch die bislang offene Frage im Sturmzentrum geklärt haben. Der 23-Jährige kommt mit der Empfehlung von 19 Zweitligatoren aus der Vorsaison und ist für uns klar als neuer erster Kandidat für die Spitze einzuordnen. Mokwa rückt dadurch in die Herausfordererrolle. Das Grundgerüst wirkt insgesamt bereits sehr stabil. Mit Kristof, Pinckert, Rohr, Günther und Poręba bleiben zahlreiche Aufstiegshelden wichtige Bestandteile der Mannschaft. Auch Petkov und Zimmerschied sehen wir auf den offensiven Außenbahnen weiterhin vorne, während Onyeka die zentrale offensive Rolle übernehmen soll. Damit bleibt in unserer aktuellen Top-Elf im Wesentlichen nur noch eine echte Planstelle für einen weiteren Neuzugang offen: das zentrale Mittelfeld neben Poręba. Gelingt es den Verantwortlichen, auch dort noch die gewünschte Qualität hinzuzufügen, ist der Kader für das Bundesliga-Debüt bereits erstaunlich weit. Wir freuen uns über eure Unterstützung Zum Abschluss: Unsere Team-Checks und Prognosen leben immer vom Austausch mit der LigaInsider-Community. Ihr liefert uns mit euren Kommentaren und Argumenten regelmäßig wertvolle Denkanstöße, die wir in unsere redaktionelle Arbeit einbeziehen. Daher seid jetzt auch ihr gefragt: Traut ihr der SV Elversberg zu, ihrem mutigen Ballbesitzfußball auch in der Bundesliga treu zu bleiben? Reichen die bisherigen Verstärkungen bereits aus oder muss der Aufsteiger vor allem im zentralen Mittelfeld und Sturm noch einmal nachlegen? Diskutiert mit uns in den Kommentaren! Du kennst dich nicht nur bestens rund um den Verein aus, sondern analysierst das Geschehen auf dem Platz quasi auch rund um die Uhr? Dann melde dich gerne bei uns und bewirb dich als Experte unter folgender E-Mail: „experte@ligainsider.de“. Sollte es matchen, winkt dir ein Status-Upgrade in der App. Mit einem Vereinsbadge ausgestattet, könnten zum Beispiel Beiträge von dir direkt unter den Aufstellungen hervorgehoben werden. Übersicht aller weiteren Team-Checks Top-Elf-Prognose: FC Bayern München im Check Top-Elf-Prognose: Borussia Dortmund im Check Top-Elf-Prognose: RB Leipzig im Check Top-Elf-Prognose: VfB Stuttgart im Check Top-Elf-Prognose: TSG Hoffenheim im Check Top-Elf-Prognose: Bayer 04 Leverkusen im Check Top-Elf-Prognose: SC Freiburg im Check Top-Elf-Prognose: Eintracht Frankfurt im Check Top-Elf-Prognose: FC Augsburg im Check Top-Elf-Prognose: 1. FSV Mainz 05 im Check Top-Elf-Prognose: 1. FC Union Berlin im Check Top-Elf-Prognose: Borussia Mönchengladbach im Check Top-Elf-Prognose: Hamburger SV im Check Top-Elf-Prognose: 1. FC Köln im Check Top-Elf-Prognose: SV Werder Bremen im Check Top-Elf-Prognose: FC Schalke 04 im Check Top-Elf-Prognose: SC Paderborn im Check

In diesem Top-Elf-Check richten wir den Fokus auf den FC Schalke 04. Nach dem Aufstieg in die Bundesliga wird die zentrale Frage sein, ob Trainer Miron Muslić auf die Dreierkette aus der Hinrunde zurückgreift oder häufiger mit einer Viererkette agiert. Der aktuelle Kader bietet grundsätzlich beide Möglichkeiten. Wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt allerdings weiterhin von einer Dreier- beziehungsweise Fünferkette aus. Ein wichtiger Grund dafür ist das fehlende Tempo in Teilen der Innenverteidigung, das sich in diesem System deutlich besser kaschieren lässt. Grundsätzlich muss Schalke spielerisch nicht viel verändern. Die Knappen wurden Meister der 2. Bundesliga, obwohl sie beim Ballbesitz ligaweit lediglich auf Rang 17 lagen. Dominanter Ballbesitzfußball wäre für einen Aufsteiger in der Bundesliga jedoch wohl ohnehin sehr schwer umzusetzen gewesen, sodass dieser Aspekt zunächst einmal kein Nachteil sein muss. Auch wenn bis zum Ende des Transferfensters noch Bewegung in den Kader kommen dürfte, lautet unser Ansatz wie gewohnt: Wie sieht die stärkste Schalker Elf aus, die aktuell in einem Topspiel zu erwarten wäre? Torwart: Der Aufstiegsheld bleibt gesetzt Top-Elf: Loris Karius (33) Karius war einer der Hauptgründe für den Aufstieg der Königsblauen. Der Torhüter rettete Schalke mehrfach Punkte und gehörte zu den besten Schlussmännern der vergangenen Zweitliga-Saison. Scheinbar unhaltbare Bälle fischte er immer wieder heraus. Viele der knappen 1:0-Erfolge wären ohne ihn kaum möglich gewesen. Mit der Vertragsverlängerung bis 2028 wurde diese Personalie entsprechend frühzeitig geklärt. Für Schalke gibt es auf dieser Position aktuell keinerlei Diskussionen. Abwehr: Ayhan behauptet sich gegen namhafte Konkurrenz Rechter Innenverteidiger: Mertcan Ayhan (19) | Alternativen: Timo Becker (29), Maximilian Wöber (28) Durch die Umstellung auf eine Dreierkette wird hier eine Position frei. Wir besetzen sie vorerst mit Talent Ayhan. Der 19-Jährige besitzt beim Portal Transfermarkt bereits einen Marktwert in Höhe von 8 Millionen Euro. Bei seinen bisherigen Einsätzen überzeugte er mit soliden Leistungen und bringt gleichzeitig großes Entwicklungspotenzial mit. Ayhan hat seinen Vertrag zudem verlängert und dürfte allein aus sportlichen und wirtschaftlichen Gründen weiterhin viel Spielzeit erhalten. Timo Becker wäre ebenfalls eine Möglichkeit als rechter Innenverteidiger. Er ist bereits Bundesliga-erfahren und bringt mit seinem Tempo ein Profil mit, das der Schalker Defensive guttut. In den vergangenen Monaten hat er sich zudem in puncto Zweikampfstärke, Kopfball- und Passspiel verbessert. Mit Maximilian Wöber verfügen die Königsblauen inzwischen über einen weiteren namhaften Herausforderer. Aufgrund seiner Verletzungsvorgeschichte und der fehlenden Konstanz in den vergangenen Jahren sehen wir den Österreicher zunächst hinter Ayhan und Becker. Beim jüngsten Härtetest gegen Atalanta B.C. musste Wöber zudem krankheitsbedingt passen. Findet er dauerhaft zu alter Form und Fitness zurück, besitzt er aber ohne Zweifel das Potenzial, die Hierarchie noch einmal anzugreifen. Zentraler Innenverteidiger: Nikola Katić (29) Katić bleibt der Abwehrchef der Knappen. Der Bosnier verkörpert genau die Tugenden, die Muslić von seinen Verteidigern verlangt: Robustheit, Zweikampfhärte und Dominanz in der Luft. Seine größte Schwäche bleibt das Tempo. Genau deshalb erscheint eine Dreierkette für Schalke sinnvoll. Mit den passenden Halbverteidigern an seiner Seite können diese Defizite deutlich besser aufgefangen werden. Nach seinem verlängerten Urlaub infolge der Weltmeisterschaft sammelte Katić gegen Atalanta seine ersten Einsatzminuten in der Vorbereitung. An seiner grundsätzlichen Stellung in der Mannschaft ändert der spätere Einstieg nichts. Linker Innenverteidiger: Hasan Kuruçay (28) Kuruçay bringt ein sehr ausgewogenes Gesamtpaket mit. Im Vergleich zu vielen anderen Schalker Verteidigern besitzt er zudem eine hohe Qualität im Spielaufbau. Der Innenverteidiger ist technisch sauber, kann andribbeln und hat den Großteil seiner Karriere auf der linken Seite der Abwehr verbracht. Gleichzeitig wäre er flexibel genug, auch auf die rechte Seite zu wechseln. Defensives Mittelfeld & Schiene: Neue Qualität auf den Außen Rechte Schiene: Junior Dina Ebimbe (25) | Alternative: Dejan Ljubičić (28) Die rechte Seite war über weite Strecken der vergangenen Saison eine Problemzone. Deshalb ist Schalke auf dem Transfermarkt tätig geworden und hat Junior Dina Ebimbe vornehmlich für diese Position verpflichtet. Der französische Allrounder kann sich bei Bedarf auch in anderen Rollen einbringen. Mit Blick auf die zurückliegenden Jahre wird bei ihm vor allem die Frage sein, welche Konstanz er an den Tag legen kann. Sofern Dina Ebimbe sein Potenzial abruft und an seine stärkeren Phasen bei Eintracht Frankfurt anknüpft, könnte er sich als echter Mehrwert für Königsblau erweisen. Sein Einstieg verlief vielversprechend: Nur einen Tag nach seiner Verpflichtung stand Dina Ebimbe im Test gegen Atalanta direkt in der Startelf und brachte sich offensiv mehrfach ein. Das unterstreicht, dass wir ihn auf der rechten Schiene klar vorne sehen. Ljubičić bleibt aufgrund seiner Vielseitigkeit eine Alternative. In der Vorbereitung wurde der Österreicher bereits punktuell als Schienenspieler ausprobiert. Seine Idealposition liegt zwar eigentlich im Zentrum, durch seine Erfahrung auf der rechten Seite kann er diese Rolle aber ebenfalls abdecken. Defensives Mittelfeld: Satoshi Tanaka (24) | Alternativen: Ron Schallenberg (27), Dejan Ljubičić (28) Satoshi Tanaka ist nach seinem Wechsel von Fortuna Düsseldorf direkt ein heißer Kandidat für die Top-Elf. Der Japaner ist dynamischer, pressingresistenter und fühlt sich auf einer Doppelsechs wohler als Schallenberg. Letzterer kann seine Stärken eher in einem Dreier-Mittelfeld ausspielen. Während Tanaka trotz des Düsseldorfer Abstiegs zu den positiven Erscheinungen gehörte, hatte Schallenberg in der starken Schalker Aufstiegssaison immer wieder auch Spiele, in denen er etwas abfiel. Deshalb sehen wir Tanaka aktuell vorne. Möglich bleibt auch, dass Ljubičić seinen Hut in den Ring wirft und in eine ihm bestens bekannte Rolle zurückkehrt. Die meisten Einsätze seiner Karriere absolvierte er im zentralen Mittelfeld, sowohl offensiv als auch defensiv ausgerichtet. Zentrales Mittelfeld: Soufiane El-Faouzi (24) El-Faouzi war einer der größten Aufstiegsgaranten. Nach Bielefelds Corboz legte kein Spieler der Liga mehr Kilometer zurück. Der Marokkaner ackert unermüdlich, ist gegen den Ball enorm wertvoll und überzeugt gleichzeitig durch seine Eleganz am Ball. Die starken Leistungen weckten entsprechend Begehrlichkeiten. Inzwischen hat El-Faouzi seinen Vertrag auf Schalke allerdings offiziell bis 2030 verlängert, das neue Arbeitspapier enthält keine Ausstiegsklausel. Damit ist ein Wechsel in diesem Sommer vom Tisch. Aus sportlicher Sicht ist der Verbleib Gold wert: El-Faouzi ist aktuell der Motor des Schalker Mittelfelds und bleibt in unserer Top-Elf folgerichtig gesetzt. Linke Schiene: Robin Gosens (32) Mit Robin Gosens hat der FC Schalke 04 eine namhafte Verstärkung für die linke Seite an Land gezogen. Der frühere deutsche Nationalspieler bringt enorme Erfahrung, Offensivqualität und Führungsstärke mit und ist für uns ohne Diskussion der gesetzte Mann auf dieser Position. Schon Ende Juli feierte Gosens sein Startelfdebüt für die Königsblauen. Auch Vitalie Becker (21) bleibt trotz der Verpflichtung von Gosens eine wichtige Personalie. Das Schalker Eigengewächs war in der vergangenen Aufstiegssaison über längere Zeit Stammspieler, ehe es von Knieproblemen ausgebremst wurde. Nachdem seine Zukunft zwischenzeitlich offen war, haben sich beide Seiten inzwischen auf eine Vertragsverlängerung geeinigt. Für unsere Top-Elf macht ihn das allerdings nicht zu einer direkten Alternative zu Gosens. Der prominente Neuzugang ist für die Bundesliga zunächst klar gesetzt. Becker bleibt dennoch eine wertvolle Option für Muslić, insbesondere mit Blick auf Belastungssteuerung, mögliche Systemwechsel und die weitere Entwicklung des 21-Jährigen. Angriff: Sylla trotz Wechselthematik vorne Offensives Mittelfeld: Kenan Karaman (32) Karaman verkörpert Schalke wie kaum ein anderer Spieler im Kader. Der Kapitän ging in der Aufstiegssaison voran, führte die Mannschaft an und lieferte gleichzeitig starke Scorerwerte. Unabhängig von Formation oder Spielsystem wird der türkische Nationalspieler gesetzt sein. Seine Mentalität, sein Einsatz und seine Führungsqualitäten machen ihn unverzichtbar. Offensives Mittelfeld: Adil Aouchiche (24) Aouchiche ist technisch einer der stärksten Spieler im Kader. Kreativität, Spielwitz, Standards und Eins-gegen-eins-Situationen gehören zu seinen größten Stärken. Der Winter-Transfer erwies sich als Volltreffer. Gerade auf der linken Halbposition kann der Franzose seine Qualitäten optimal einbringen, weil er so häufiger in die engen Räume zwischen den Linien kommt, als wenn er als klarer Flügelspieler agiert. Dort fehlt ihm obendrein etwas Tempo. In der offensiven Dreierreihe im 3-4-2-1 dürfte ihm deshalb ein bedeutender Part zukommen. Stürmer: Moussa Sylla (26) | Alternativen: Edin Džeko (40), Junior Adamu (25) Update: Bei Sylla hat sich die Ausgangslage auf dem Transfermarkt zuletzt wieder zugespitzt. Nach aktuellem Stand gilt der 26-Jährige inzwischen als Schalkes Verkaufskandidat Nummer eins. Grundsätzlich besteht dieser Plan bereits seit längerer Zeit: Die Königsblauen würden den Malier bei einem passenden Angebot abgeben, wobei zuletzt eine Ablöse in der Größenordnung von rund 6 Millionen Euro im Raum stand. Konkrete Verhandlungen ließen allerdings lange auf sich warten. Sportlich spricht derzeit trotzdem vieles für Sylla. Der Angreifer präsentierte sich in der Vorbereitung zeitweise in starker Frühform und erzielte unter anderem beim 4:2 gegen Erzgebirge Aue einen Doppelpack. Solange er Schalke nicht verlässt, ist er aufgrund seines Tempos, seiner Strafraumqualitäten und seiner Torgefahr für uns deshalb der erste Kandidat für die Spitze. Dahinter folgt Edin Džeko. Der Bosnier weiß auch mit 40 Jahren weiterhin, wo das Tor steht, seine Belastung dürfte über eine komplette Bundesliga-Saison jedoch entsprechend gesteuert werden müssen. Als Alternative bringt er dafür enorme Erfahrung und eine andere spielerische Komponente mit. Junior Adamu komplettiert das Trio. Der Österreicher besitzt insbesondere im Pressing und im Spiel gegen den Ball Qualitäten, muss vor dem Tor allerdings effizienter werden. Auch gegen Atalanta kam er mehrfach in aussichtsreiche Abschlusspositionen, ließ seine Möglichkeiten jedoch ungenutzt. Im aktuellen Ranking liegt er deshalb hinter Sylla und Džeko. Fazit Auch im Oberhaus dürfte Muslić seiner erfolgreichen Spielidee treu bleiben. Nach dem Aufstieg setzte Schalke vor allem auf Intensität, Kompaktheit und hohe Ballgewinne statt auf dominanten Ballbesitz. Genau dieser Ansatz brachte die Knappen zurück in die Bundesliga und wird voraussichtlich auch die Grundlage für das Projekt Klassenerhalt bilden. Mit einer 3-4-2-1-Formation kann Schalke die vorhandenen Stärken gut nutzen. Die Dreierkette schützt insbesondere Abwehrchef Katić, dessen Zweikampfstärke und Lufthoheit enorm wertvoll sind, während seine Tempodefizite durch die Halbverteidiger aufgefangen werden können. Auf den Schienen hat sich die Qualität im Vergleich zum Beginn des Sommers deutlich erhöht: Dina Ebimbe ist rechts für die Top-Elf eingeplant, auf der linken Seite nimmt Gosens eine klare Schlüsselrolle ein. Auch im Zentrum sind die Rollen klar verteilt. Tanaka bringt Dynamik und Pressingresistenz auf die Sechs, während El-Faouzi als laufstarker Motor gesetzt ist. Mit Schallenberg und Ljubičić stehen dahinter unterschiedliche Alternativen bereit. Das größte Fragezeichen befindet sich damit inzwischen im Sturmzentrum – allerdings weniger sportlich als auf dem Transfermarkt. Solange Sylla bleibt, sehen wir ihn vor Džeko und Adamu in der Top-Elf. Sollte Schalke seinen Verkaufskandidaten Nummer eins tatsächlich noch abgeben, müsste die Hierarchie an vorderster Front neu bewertet werden. Insgesamt wirkt der Kader inzwischen deutlich vollständiger als noch zu Beginn der Vorbereitung. Mit den Verpflichtungen von Gosens, Dina Ebimbe und Wöber wurde zusätzliche Bundesliga-Erfahrung gewonnen, während die geplante Verlängerung mit Vitalie Becker auch langfristig für Tiefe auf der linken Seite sorgt. Die zentrale Aufgabe bis zum Ende des Transferfensters dürfte nun vor allem darin bestehen, die noch offenen Abgänge sinnvoll zu lösen, ohne dabei die inzwischen erkennbare Grundstruktur der Mannschaft wieder aufzubrechen. Wir freuen uns über eure Unterstützung Ein wichtiger Hinweis zum Schluss: Unsere Top-Elf-Prognosen entstehen bei LigaInsider nicht im luftleeren Raum. Eure Einschätzungen, eure Argumente und eure Diskussionen helfen uns regelmäßig dabei, Entwicklungen neu zu bewerten und Prognosen anzupassen. Daher seid jetzt auch ihr gefragt: Würdet ihr ebenfalls auf die Dreierkette setzen? Ist Tanaka direkt die beste Lösung auf der Sechs und auf welchen Stürmer sollte Schalke in der Bundesliga setzen? Diskutiert mit uns in den Kommentaren! Du kennst dich nicht nur bestens rund um den Verein aus, sondern analysierst das Geschehen auf dem Platz quasi auch rund um die Uhr? Dann melde dich gerne bei uns und bewirb dich als Experte unter folgender E-Mail: „experte@ligainsider.de“. Sollte es matchen, winkt dir ein Status-Upgrade in der App. Mit einem Vereinsbadge ausgestattet, könnten zum Beispiel Beiträge von dir direkt unter den Aufstellungen hervorgehoben werden. Übersicht aller weiteren Team-Checks: Top-Elf-Prognose: FC Bayern München im Check Top-Elf-Prognose: Borussia Dortmund im Check Top-Elf-Prognose: RB Leipzig im Check Top-Elf-Prognose: VfB Stuttgart im Check Top-Elf-Prognose: TSG Hoffenheim im Check Top-Elf-Prognose: Bayer 04 Leverkusen im Check Top-Elf-Prognose: SC Freiburg im Check Top-Elf-Prognose: Eintracht Frankfurt im Check Top-Elf-Prognose: FC Augsburg im Check Top-Elf-Prognose: 1. FSV Mainz 05 im Check Top-Elf-Prognose: 1. FC Union Berlin im Check Top-Elf-Prognose: Borussia Mönchengladbach im Check Top-Elf-Prognose: Hamburger SV im Check Top-Elf-Prognose: 1. FC Köln im Check Top-Elf-Prognose: SV Werder Bremen im Check Top-Elf-Prognose: SV Elversberg im Check Top-Elf-Prognose: SC Paderborn im Check

In diesem Top-Elf-Check richten wir den Fokus auf den SV Werder Bremen. An der Weser wird nach dem abgewendeten Super-GAU der Vorsaison der sportliche Reset-Knopf gedrückt. Die Vereinsführung um Clemens Fritz zieht nach dem späten Klassenerhalt auf Platz 15 die Konsequenzen aus einer zähen, von spielerischer Armut geprägten Spielzeit und leitet an der sportlichen Basis einen Kurswechsel ein. Cheftrainer Daniel Thioune, der die Mannschaft erst im Februar stabilisierte, darf sein Konzept nun erstmals in einer vollen Sommervorbereitung implementieren. Thioune verordnet dem Team ein variables 4-3-3-System, das auf maximale Intensität und bedingungsloses Gegenpressing getrimmt ist. Das neue taktische Kleid offenbart beim Blick auf das Personal allerdings weiterhin einige Risse. Zwar konnte die Torwart-Rochade nach dem Abgang von Mio Backhaus durch den fixen Transfer von Karl Hein sowie die spätere Verpflichtung von Alexander Schlager schnell gelöst werden, auf mehreren Feldpositionen besteht aber weiterhin Handlungsbedarf. Update: Romano Schmid hat den Verein inzwischen verlassen und sich Frosinone Calcio angeschlossen. Für den Österreicher kassiert Werder rund 8,5 Millionen Euro plus mögliche Bonuszahlungen. Geld, das neben den Backhaus-Einnahmen gut zu gebrauchen ist. Im zentralen Mittelfeld ist auch schon prompt ein Neuzugang im Anflug. Gleichzeitig bleibt ein Verkauf von Karim Coulibaly ein mögliches Szenario zur Einnahmeerzielung. Werder hat seine ursprüngliche Preisvorstellung von rund 40 Millionen Euro inzwischen deutlich gesenkt und wäre laut BILD bei 25 bis 30 Millionen Euro gesprächsbereit. Torwart: Ein logischer Transfer Top-Elf: Karl Hein (24) Nachdem Mio Backhaus für eine stattliche Summe von 12 Millionen Euro plus 3 Millionen an möglichen Boni zum SC Freiburg gewechselt ist, hinterlässt er an der Weser eine Lücke, die nun Hein schließen soll. Der 24-Jährige fungierte in der abgelaufenen Spielzeit noch als die Nummer zwei, wusste aber im Saisonverlauf – insbesondere bei seiner zweiwöchigen Vertretung am 5. und 6. Spieltag – auf ganzer Linie zu überzeugen. Das dürfte mit ein Hauptgrund gewesen sein, warum Werder nicht lange fackelte, die vertraglich verankerte Ausstiegsklausel in Höhe von rund 3 Millionen Euro zog und Hein fest vom Arsenal FC verpflichtete. Mit dem 1,93 Meter großen Hünen im Kasten, der vom Klub auch offiziell als neue Nummer eins bezeichnet wurde, dürfte Werder auf der Torwartposition für die anstehende Saison gut aufgestellt sein. Mit Alexander Schlager (30) hat Werder inzwischen einen weiteren Torhüter verpflichtet, der Karl Hein im Kampf um den Stammplatz herausfordern soll. Der österreichische Nationalkeeper bringt reichlich Erfahrung mit und stand auch bei der Weltmeisterschaft zwischen den Pfosten. Hier könnte sich noch ein spannendes Duell entwickeln. Hein geht jedoch als Nummer eins in die Saison. Abwehr: Auf den Außen besteht weiter Bedarf Rechter Außenverteidiger: Mitchell Weiser (32) | Alternative: Neuzugang Nach dem Abgang von Leihspieler Yukinari Sugawara klafft auf der rechten Abwehrseite aktuell noch ein Loch. Routinier Mitchell Weiser hat hier aktuell die Nase vorne. Nach seinem bitteren Kreuzbandriss und dem damit verbundenen Komplettausfall in der Vorsaison brennt der 32-Jährige auf sein Comeback. Im fitten Zustand ist er eine wichtige Achse im Bremer Spiel – allerdings verlangt ihm die Rolle in der Viererkette defensiv deutlich mehr ab als seine frühere Paraderolle auf der Schiene. Werder möchte auf dieser Position weiterhin extern nachlegen. Gerade nach Weisers langer Verletzungspause wäre es riskant, ohne weitere vollwertige Option auf der rechten Abwehrseite in die Saison zu gehen. Einen konkreten Kandidaten, den wir bereits fest mit dieser Planstelle verbinden würden, gibt es aktuell jedoch nicht. Rechter Innenverteidiger: Amos Pieper (28) | Alternative: Oskar Wójcik (23) Pieper gehörte in der vergangenen Spielzeit zu den wenigen Konstanten im Bremer Defensivverbund. Selbst eine wochenlange Zwangspause aufgrund einer Risswunde am Knie warf den Innenverteidiger nicht dauerhaft aus der Bahn. Stand er voll im Saft, war Pieper in der Hintermannschaft der Grün-Weißen absolut gesetzt und strahlte Stabilität aus. Ausgestattet mit einem langfristigen Arbeitspapier bis 2029 wird der 28-Jährige auch in der kommenden Saison eine tragende Säule in den sportlichen Planungen einnehmen. Werder hat sich in der Innenverteidigung allerdings gewappnet. Mit Oskar Wójcik wurde ein Spieler verpflichtet, der das Zeug zur Soforthilfe hat. Der Pole hat in seiner Heimat eine gute Entwicklung genommen und in diesem Jahr sein Debüt in der Nationalmannschaft gegeben. Linker Innenverteidiger: Marco Friedl (28) Um den Werder-Kapitän rankten sich in diesem Transfersommer zwischenzeitlich Spekulationen um einen Abgang. Aktuell deutet jedoch vieles auf einen Verbleib hin. Bleibt Friedl an Bord, ist ihm der Platz als linker Innenverteidiger sicher. Update: Nicht mehr als direkte Alternative in unserer Top-Elf führen wir Karim Coulibaly. Das liegt weniger an seinen sportlichen Qualitäten als an der weiterhin offenen Transfersituation. Nachdem Werder zunächst rund 40 Millionen Euro für den 19-Jährigen aufgerufen haben soll, wären die Bremer inzwischen laut BILD bei einem Angebot zwischen 25 und 30 Millionen Euro gesprächsbereit. Ein konkreter Abnehmer hat sich bislang allerdings nicht gefunden. Coulibaly reiste entsprechend auch mit ins zweite Trainingslager nach Harsewinkel. Linker Außenverteidiger: Olivier Deman (26) | Alternative: Felix Agu (26) Deman hat sich nach seiner Rückkehr in der zweiten Saisonhälfte festgebissen und zeigte sich dabei als verlässlicher Linksverteidiger. Damit konnte der Belgier, der 2023 für rund 4 Millionen Euro von Cercle Brügge an die Weser wechselte, erstmals über einen längeren Zeitraum nachhaltig im Werder-Trikot überzeugen. Aufgrund dieser Leistungen hat er auf der linken Abwehrseite aktuell die Nase vorn. Agu bleibt grundsätzlich ein ernsthafter Konkurrent, wird aber weiterhin von körperlichen Problemen ausgebremst. Der 26-Jährige verpasste aufgrund seiner Beschwerden auch das zweite Trainingslager. Wann er wieder vollständig ins Mannschaftstraining einsteigen kann, lässt sich derzeit nicht verlässlich prognostizieren. Das verschafft Deman zumindest zum Saisonstart einen zusätzlichen Vorteil im Konkurrenzkampf. Mittelfeld: Schmid-Abgang reißt eine neue Lücke Defensives Mittelfeld: Senne Lynen (27) Der Sechser hat zwar zweifellos nicht seine allerbeste Saison hinter sich, bleibt auf der defensiven Schlüsselposition im Bremer Mittelfeld aber dennoch vorerst unantastbar. Der Belgier besticht primär durch seine defensiven Qualitäten: Mit seiner Übersicht und vielen wichtigen Ballgewinnen ist er in der Lage, den Raum vor der Abwehrkette abzusichern – eine Qualität, die gerade im neuen 4-3-3-System mit einer echten, alleinigen Sechs absolut wichtig ist. Hinzu kommt seine enorme Bedeutung abseits des Rasens: Lynen hat sich an der Weser längst zu einem echten Führungsspieler entwickelt, der auch in der Kabine eine gewichtige Rolle einnimmt. Zentrales Mittelfeld: Jens Stage (29) | Alternative: Neuzugang „Jens Stage war sicherlich die Lebensversicherung in dieser Saison, aufgrund der vielen Tore, die er geschossen hat, aufgrund der Art und Weise, wie er diese Mannschaft geführt hat“, lobte Cheftrainer Daniel Thioune seinen Mittelfeldmotor vor wenigen Wochen überschwänglich. Ein Wechsel zur TSG Hoffenheim, mit der sich Stage zwischenzeitlich bereits einig war, ist inzwischen vom Tisch. Damit bleibt der Däne für uns zunächst klar in der Top-Elf. Ganz ausgeschlossen ist ein später Abgang dennoch nicht. Sollte bei Stage noch einmal Bewegung hineinkommen, müsste Werder entsprechend reagieren und einen externen Spieler mit Startelfpotenzial verpflichten. Deshalb bleibt ein möglicher Neuzugang als Alternative hinter ihm aufgeführt. Zentrales Mittelfeld: Neuzugang | Alternative: Chuki (22) Hier hat sich die Ausgangslage inzwischen grundlegend verändert. Romano Schmid ist nicht länger Teil der Planungen, sondern hat Werder nach sechs Jahren verlassen und sich Frosinone Calcio angeschlossen. Damit verliert Bremen einen langjährigen Leistungsträger und kreativen Fixpunkt im Zentrum. Update: Ludovit Reis (26) soll von der Club Brügge KV an die Weser wechseln. Nach übereinstimmenden Berichten wird für den früheren HSV-Kapitän lediglich eine vergleichsweise geringe Ablöse fällig. Reis ist am Freitag bereits nach Bremen gereist, um den Transfer zu finalisieren. Läuft alles planmäßig, dürfte der Wechsel zeitnah offiziell werden. Chuki bleibt als Herausforderer im Blick. Die ersten Vorbereitungswochen verliefen für den Spanier vielversprechend, und gerade während Schmids Abwesenheit übernahm er bereits Verantwortung bei Standards. Gleichzeitig soll dem 22-Jährigen nach seinem Wechsel weiterhin Zeit zur Eingewöhnung gegeben werden. Angriff: Gleich zwei Plätze bleiben offen Rechtsaußen: Neuzugang | Alternative: Justin Njinmah (25) Auf dem rechten Offensivflügel klafft im 4-3-3-System weiterhin eine Lücke. Mitchell Weiser wird defensiv als Rechtsverteidiger gebraucht, während Chuki aktuell verstärkt für das Zentrum eingeplant wird. Die sportliche Leitung beschäftigt sich deshalb weiterhin mit Verstärkungen für die Offensive. Update: Die Personalie Eren Dinkçi rückt derzeit wieder stärker in den Fokus. Es laufen Verhandlungen. Seine baldige Rückkehr an die Weser ist realistisch. Bis dahin bleibt Njinmah die naheliegende interne Alternative. Mit seiner enormen Grundschnelligkeit kann er jede Abwehrreihe vor Probleme stellen, ließ in der vergangenen Saison vor dem Gehäuse allerdings noch zu oft die letzte Kaltschnäuzigkeit vermissen. Auch seine eigene Zukunft war in diesem Sommer zeitweise offen. Stürmer: Neuzugang | Alternativen: Cedric Itten (29), Salim Musah (20) Die Planstelle im Sturmzentrum bleibt eine der größten Baustellen im Bremer Kader. Werder hat mit Cedric Itten bereits reagiert und einen körperlich starken Mittelstürmer verpflichtet. Der Schweizer bringt die benötigte Wucht für die Box mit und ist im System von Thioune als verlässlicher Wandspieler sowie wertvolle Option eingeplant. In unserer Prognose sehen wir ihn aktuell aber eher als Herausforderer denn als klare Nummer eins. Deshalb hält Werder weiterhin Ausschau nach einem weiteren Angreifer mit Startelfpotenzial. In den vergangenen Tagen kursierten dafür verschiedene Namen. Aus dem Schatten des Werder-Nachwuchses heraus wittert zudem Salim Musah seine Chance. Der junge Stürmer hat in der Rückrunde erste Spuren hinterlassen und weiß weiterhin zu gefallen. Thioune hat ihm bereits Hoffnung auf zusätzliche Spielminuten gemacht. Linksaußen: Samuel Mbangula (22) Mit einer Ablöse von rund 10 Millionen Euro ging Mbangula als zweitteuerster Transfer der Vereinsgeschichte mit einer riesigen Erwartungshaltung in seine Premierensaison. Erfüllen konnte er diese im ersten Jahr allerdings nicht. Der Belgier fand kaum Bindung zum Spiel, wurde phasenweise auf der ungeliebten linken Schienenposition eingesetzt und fand sich in der Rückrunde meist nur noch auf der Bank wieder. Das Vertrauen der sportlichen Führung in das Potenzial des 22-Jährigen ist dennoch ungebrochen. Im neuen 4-3-3-System darf Mbangula nun endlich auf seiner Lieblingsposition, dem linken Flügel, ran. Wir glauben weiterhin daran, dass ihm im zweiten Jahr der Durchbruch an der Weser gelingen kann. Fazit Der SV Werder Bremen begibt sich in der neuen Spielzeit auf eine sportliche Gratwanderung. Die Handschrift von Daniel Thioune ist klar erkennbar: Der Coach will weg vom reinen Reagieren und der Mannschaft einen aktiven, mutigen Offensivstil einimpfen. Die endgültige Qualität der Mannschaft hängt allerdings weiterhin stark davon ab, was in den verbleibenden Wochen auf dem Transfermarkt passiert. Besonders der Abgang von Romano Schmid verändert die Situation im Mittelfeld. Mit Ludovit Reis steht zwar bereits ein konkreter Nachfolger vor der Tür, dennoch muss sich erst zeigen, wie schnell der Niederländer nach seinem schwierigen Jahr in Brügge wieder sein bestes Niveau erreicht. Stage und Lynen bilden weiterhin wichtige Fixpunkte, Chuki lauert dahinter auf seine Chance. Offensiv sind sogar zwei Positionen in unserer Top-Elf noch für externe Verstärkungen reserviert. Itten, Njinmah und Musah bleiben wichtige interne Optionen, aktuell sehen wir Werder auf beiden Positionen aber weiterhin mit Bedarf für zusätzliche Startelfqualität. Auch die Defensive ist noch nicht endgültig fertiggestellt. Rechts hinten soll ein weiterer Spieler kommen, während Agues anhaltende körperliche Probleme die Optionen auf den Außen zusätzlich einschränken. Hinter Coulibaly steht derweil weiterhin ein großes Transferfragezeichen. Sollte Werder den 19-Jährigen noch für eine hohe Ablöse verkaufen, würde das den finanziellen Spielraum für die letzten Baustellen deutlich erhöhen. Wir freuen uns über eure Unterstützung Eines liegt uns besonders am Herzen: Diese Prognose ist keineswegs in Stein gemeißelt, sondern soll als Steilpass für den gemeinsamen Austausch mit euch dienen. LigaInsider lebt traditionell von der Diskussion mit der Community. Wir haben eure Kommentare, Einschätzungen und Argumente permanent auf dem Schirm und nutzen euer Feedback liebend gern, um unsere Top-Elf in den kommenden Wochen kontinuierlich anzupassen. Deshalb übergeben wir das Wort jetzt an euch: Glaubt ihr, dass Samuel Mbangula im neuen 4-3-3 der Durchbruch gelingt? Wo muss Werder dringend nachlegen? Schreibt uns eure Meinung und eure persönlichen Wunsch-Aufstellungen gerne unten in die Kommentare! Du kennst dich nicht nur bestens rund um den Verein aus, sondern analysierst das Geschehen auf dem Platz quasi auch rund um die Uhr? Dann melde dich gerne bei uns und bewirb dich als Experte unter folgender E-Mail: „experte@ligainsider.de“. Sollte es matchen, winkt dir ein Status-Upgrade in der App. Mit einem Vereinsbadge ausgestattet, könnten zum Beispiel Beiträge von dir direkt unter den Aufstellungen hervorgehoben werden. Übersicht aller weiteren Team-Checks Top-Elf-Prognose: FC Bayern München im Check Top-Elf-Prognose: Borussia Dortmund im Check Top-Elf-Prognose: RB Leipzig im Check Top-Elf-Prognose: VfB Stuttgart im Check Top-Elf-Prognose: TSG Hoffenheim im Check Top-Elf-Prognose: Bayer 04 Leverkusen im Check Top-Elf-Prognose: SC Freiburg im Check Top-Elf-Prognose: Eintracht Frankfurt im Check Top-Elf-Prognose: FC Augsburg im Check Top-Elf-Prognose: 1. FSV Mainz 05 im Check Top-Elf-Prognose: 1. 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