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Beim 4:1-Erfolg des VfB Stuttgart gegen den 1. FC Köln musste Deniz Undav nach 70 Minuten vorzeitig das Feld verlassen. Wie Trainer Sebastian Hoeneß im Nachgang der Partie verriet, war die Auswechslung des Angreifers nicht rein taktischer Natur: Der Nationalspieler ging leicht angeschlagen vom Rasen, weil ihm die Achillessehne Probleme bereitete. „Die Achillessehne ist ein bisschen fest. Wir müssen ihn peu à peu wieder hinkriegen“, erklärte Hoeneß nach dem Abpfiff. Mit Blick auf das anstehende Auftreten in der Königsklasse gegen den norwegischen Vertreter Viking FK (Mittwoch, 18:45 Uhr) zeigte sich der VfB-Coach zuversichtlich, wollte aber noch keine vollständige Entwarnung geben: „Ich bin davon überzeugt, dass er sich das nicht nehmen lässt, aber wir müssen schauen.“

Stürmer Jeremy Arévalo steht vor einem vorübergehenden Abschied vom VfB Stuttgart. Nach Informationen der BILD bahnt sich für den 21-Jährigen eine Leihe zum portugiesischen Erstligisten CF Estrela Amadora an. Arévalo gilt bei den Schwaben bereits seit geraumer Zeit als potenzieller Kandidat für einen Abgang. Während viele europäische Transferfenster inzwischen geschlossen sind, bietet sich über den portugiesischen Markt noch die Gelegenheit, dem Angreifer andernorts mehr Spielpraxis auf hohem Niveau zu ermöglichen. Fragezeichen stehen allerdings hinter der körperlichen Verfassung des Offensivspielers: Zuletzt bremsten Arévalo hartnäckige Rückenbeschwerden aus, weshalb er rund vier Wochen pausieren musste.

Der VfB Stuttgart hat die herbe 1:5-Auftaktniederlage gegen den FC Bayern München verdaut und zum Start des 2. Spieltags einen souveränen 4:1-Heimerfolg gegen den 1. FC Köln gefeiert. Vor ausverkaufter Kulisse in der MHP-Arena bestimmten die Schwaben das Geschehen über weite Strecken und ließen sich auch von einer zwischenzeitlichen Kölner Druckphase nicht beirren. Die Mannschaft von Sebastian Hoeneß übernahm von Beginn an die Spielkontrolle. Nachdem Josha Vagnoman und Dženan Pejčinović zunächst jeweils an der Querlatte gescheitert waren, erlöste Bilal El Khannouss die Hausherren kurz vor der Pause: Nach Vorarbeit von Vagnoman dribbelte sich der Mittelfeldmann durch die Kölner Hintermannschaft und traf zur hochverdienten Führung (39.). Die Gäste aus dem Rheinland, die auf die erkrankten Said El Mala (Erkältung) und Thijs Dallinga (Magen-Darm-Infekt) verzichten mussten, fanden im ersten Durchgang kaum Entlastung. Nach dem Seitenwechsel brachte FC-Coach René Wagner mit Ellyes Skhiri und Debütant Mikey Moore neuen Schwung auf den Rasen. Köln drängte auf den Ausgleich, doch mitten in die Drangphase der Gäste schlug Stuttgart eiskalt zu: Maximilian Mittelstädt bediente Grischa Prömel flach im Rückraum, der freistehend zum 2:0 einschob (60.). Für die Vorentscheidung sorgte der eingewechselte Ermedin Demirović, der nach einem Zuspiel von Finn Jeltsch über die rechte Außenbahn davonzog und aus spitzem Winkel zum 3:0 vollendete (75.). In der Schlussphase verkürzte der FC noch einmal, als eine scharfe Hereingabe von Moore über Umwege im Zweikampf zwischen Marius Bülter und Ramon Hendriks zum 1:3 im Netz landete (81.). Den Schlusspunkt setzte schließlich Vagnoman, der seine starke Leistung in der Nachspielzeit mit einer sehenswerten Direktabnahme in den Winkel zum 4:1 krönte (90.+1). Personelle Randnotizen waren zudem Leo Sauer und das 19-jährige Eigengewächs Yanik Spalt, die in der Schlussphase ihre Premieren im VfB-Trikot feierten. Tore: 1:0 Bilal El Khannouss (39., Josha Vagnoman) 2:0 Grischa Prömel (60., Maximilian Mittelstädt) 3:0 Ermedin Demirović (75., Finn Jeltsch) 3:1 Marius Bülter (81., Mikey Moore) 4:1 Josha Vagnoman (90.) Aufstellung des VfB Stuttgart: Bredlow – Jeltsch, Chabot, Mittelstädt (78. Hendriks) – Vagnoman, Prömel, Stiller (90.+2 Spalt), Führich (70. Leweling) – El Khannouss (78. Sauer), Undav (70. Demirović) – Pejčinović Aufstellung des 1. FC Köln: Schwäbe – Castro-Montes, Simpson-Pusey, Lochoshvili, Mensah – Jóhannesson, Krauß (90. Rondić), Okon-Engstler (46. Skhiri) – Thielmann (46. Moore), Ache (75. Bülter), Maina (75. Heskey)

Felix Uduokhai darf sich beim 1. FC Union Berlin berechtigte Hoffnungen auf seine ersten Einsatzminuten machen. Nachdem der Innenverteidiger zum Bundesliga-Auftakt gegen Eintracht Frankfurt noch über die volle Distanz auf der Bank gesessen hatte, ist er für die Auswärtspartie bei Bayer 04 Leverkusen (Samstag, 15:30 Uhr) voll einsatzfähig und bietet sich Mauro Lustrinelli als Option an. Auf der Pressekonferenz vor der Partie äußerte sich der Cheftrainer zufrieden mit seinem Neuzugang, ohne jedoch vorab Einsatzzeiten zu garantieren: „Er hat gut trainiert in dieser Woche. Er ist sehr bereit und er hat uns viel Persönlichkeit gebracht, auch zuletzt schon auf der Bank. Es ist wichtig so einen Spieler für unsere jungen Spieler hinten zum Helfen zu haben, mit seiner Erfahrung und Persönlichkeit.“ Für das Kräftemessen mit der Werkself stellt Uduokhai eine konkrete Alternative zu Zeno van den Bosch auf der linken Innenverteidigerposition dar. Ob Lustrinelli den Neuzugang direkt von Beginn an bringt oder ihn zunächst auf der Bank behält, bleibt abzuwarten.

Für Kastriot Imeri kommt das Auswärtsspiel des 1. FC Union Berlin bei Bayer 04 Leverkusen am Samstag (15:30 Uhr) noch zu früh, doch das Debüt des Neuzugangs rückt näher. Cheftrainer Mauro Lustrinelli stellte auf der Pressekonferenz vor der Partie eine zeitnahe Rückkehr in Aussicht: „Er war heute noch im Trainingsaufbau. Ich glaube, er wird nächste Woche wieder dabei sein.“ Der 26-jährige Schweizer laboriert an den Nachwirkungen einer Oberschenkelverletzung, die er sich Anfang August noch bei seinem Ex-Klub BSC Young Boys zugezogen hatte. Zuletzt hatte er in Köpenick bereits individuell auf dem Rasen gearbeitet. Läuft im Aufbautraining weiterhin alles nach Plan, dürfte er in der kommenden Woche den Anschluss an die Mannschaft herstellen. Auf welche Qualitäten sich die Eisernen bei Imeri freuen dürfen und wie Lustrinelli mit ihm plant, machte der Union-Coach ebenfalls deutlich: „Er ist ein Mensch, der sehr viel Energie bringt. Er kann auch Kreativität auf den Platz bringen. Er ist eine Nummer zehn zwischen den Linien.“ Lustrinelli kennt den Offensivmann bestens und blickt positiv auf die gemeinsame Historie zurück: „Ich habe mit ihm in der Nationalelf drei Jahre zusammengearbeitet. Letztes Jahr war er bei Thun, da kam er in schlechter Verfassung an. Dann ist er langsam gewachsen und hat sich entwickelt. Er hat uns unglaublich wichtige Tore und Assists gebracht.“

Am Freitag gehen insgesamt 17.000 Eintrittskarten für alle Vor- und Hauptrundenspiele bei der Handball-WM in den Verkauf. Die deutschen Anhänger müssen besonders schnell sein.

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